Land und Leute

Berichte für die nächste Generation

23.6. Eigentlich wissen es viele Warnemünder schon längst, unser Ort ist nicht nur schöne Urlaubs - Idylle, oder wie Doc Buhse es sagt, „ein Paradies“. „Es gibt eben auch in Warnemünde Menschen, die sich mit den Themen des Lebens und dem politischen Geschehen auseinandersetzen.“ das meint Jürgen Weber, seines Zeichens promovierter Mediziner, Facharzt für allgem.Chirurgie -Thoraxchirurgie, der in der Friedrich-Franz-Straße zu Hause ist und dort auch seine Praxis für Ästhetische Medizin unterhält. Er veröffentlichte in diesen Tagen sein Buch „Auf den Straßen des Lebens“ mit dem Untertitel „Zwischen Ideologien und Wirklichkeit“.

Ein Buch, das eine sehr persönliche, humanistisch-ethische Betrachtung aus Sicht eines Arztes ist. Weber, der in zwei Gesellschaftsordnungen groß geworden und  hier gearbeitet hat, brennt es unter den Nägeln Stellung zu nehmen zum  Wandel der ärztlichen Tätigkeit hin zu einer auf reine Wirtschaftlichkeit orientierten Behandlung der Patienten. Sein Credo: Meine Generation hat die Pflicht über das frühere Leben im Osten und das jetzige Leben in der BRD sachlich korrekt und gut dokumentiert für die Nachfolgegenerationen zu berichten.

Besser als ein Lektor, kann man es eigentlich nicht sagen. Tobias Keil schreibt u.a.

„…da habe ich nun schon das zweite Buch von Ihnen zum Lektorat bekommen. Während es im ersten noch um eine medizinische Fachpublikation ging, dreht sich diesmal alles um die essentiellen Fragen des Lebens. Sie machen dabei einen spannenden Rundumschlag von der Entstehung der Welt über die klimatischen Verhältnisse bis hin zu Stress und den Gefahren für unsere Demokratie. Dabei wird eines deutlich: Alles hängt mit allem irgendwie zusammen und nichts ist beständiger als der Wandel. Das ist bei Ihnen insofern spannend, weil Sie das anhand eines naturwissenschaftlichen Themas (des Klimas) als auch anhand der historischen Entwicklungen darstellen.“

Ja, spannend, „Auf den Straßen des Lebens“ zu lesen.

Monika Kadner

 

Sorgen eines alten Kapitäns

21.6.  Unser guter alter Harry! Heute steht er mit seinen 86 Jahren mal wieder am Ruder der „Markgrafenheide“. „Solange mir die Seeberufsgenossenschaft das O.K. gibt, schipper ich gerne auf der Warnow. Ich kenn‘ sie doch wie meine Westentasche und rosten will ich doch nicht im stillen Kämmerlein!“ ergänzt Harry verschmitzt, dessen Familienname Grahl ist. Die Matrosen auf dem Fahrgastschiff der Reederei Kammel freuen sich, wenn der alte Warnemünder mal Vertretung macht, denn in der Kaffeepause hat er immer mal ein paar Döntjes parat.

Doch Harry strahlt nicht nur seine Fahrgäste und Kollegen an. Er hat Bauchschmerzen, wie er mir am Stromanleger erzählt. „ Wenn das mein Schulfreund Ulrich Müther erleben würde, wie sein Teepott verschandelt wird. Er war in der Schule zwei Jahre über mir und schon damals ein ganz Schlauer und toller Kumpel. Uli würde sich im Grab umdrehen.  Das ganze Erdgeschoss ist eine einzige Werbefläche für Bier. Ein Bierwagen lehnt sich an den Teepott an und versperrt auch noch gleich den Zugang zum Strand. Für den Ortsbeirat war bei der Begehung des Müther Bauwerks neulich alles in Ordnung.“ Harry runzelt die Stirn. „Warnemünder hätten sich so einen Umgang mit einem Denkmal nicht erlauben dürfen. Sie wären sicherlich auch gar nicht darauf gekommen!“

Harry ruft die Schiffsglocke ans Ruder. Ab geht‘s zur nächsten Hafenrundfahrt.Fröhlich gelaunte Fahrgäste hören gespannt zu, was der alte Kaptän zu erzählen hat.  Der verkneift es sich allerdings vor den Touristen seinen Ärger kund zu tun. „Ich will ja nicht das eigene Nest vor Fremden beschmutzen.“ Lieber schwärmt er  über sein Warnemünde, damit sie auch im nächsten Jahr wieder auf dem Dampfer anheuern wollen. Monika Kadner

Modebewußte sind hier richtig

15.Juni: Man kommt von der Bahnhofsbrücke und fällt direkt ins kleine, neue Lädchen von Sanni (schon als Kind ihr Ökelname) Junge – Daub. Die Warnemünderin, mit eigentlich zwei ganz artfremden Berufen, hat sich seit vier Jahren ihren Wunsch für gute, aber auch bezahlbare Mode erfüllt. Geschäftsfrau, vielleicht auch Modeberaterin, ist nun ihr dritter Beruf. Unterstützung erhält sie von Jana Gehringer, ebenfalls einer Warnemünderin.

Sie fing klein an Am Strom, dann erweiterte sie ihr Angebot zur Passage in der Nebengasse. und nun gibt sie mit ihrem Geschäft auf der Mitte der Alexandrinenstraße  dem dortigen Umfeld ein ansprechendes Gesicht.

Verführerisch sind ihre Pullis, Hosen kurz und lang, ja auch Badebekleidung für Herren. Kleider komplettieren die Oberbekleidung für Damen. Solide, anspruchsvoll und gut.

Auch an die Omas ist gedacht, die ihrem Enkelkind vielleicht für die kommenden Ferien etwas besonders Schönes zum Anziehen schenken möchten. (Mütter sind da oft nüchterner. Sehen ihre Kinder zu schnell aus allem rauswachsen.) 

Stöbern in so schönen Sachen macht Spaß bei Susanne Junge, bei dieser gestandenen modebewussten Frau, die hier in den ehemaligen Räumlichkeiten der Fleischerei Gellert, wo sie als Lütsche immer mit ihrer Oma einkaufte, an zukünftige Abende denkt, an denen Mode auf Literatur, auf handgemachte Musik treffen könnte.

Monika Kadner 

 

 

Susanne Junge-Daub vor ihrem L├Ądchen

Offizielle Einweihung des Georginenplatzes

13.6. Besonders für die Anwohner rund um den Georginenplatz  ist ihre kleine grüne Lieblingsoase längst eingeweiht. Bereits am 17.April traf sich Jung und Alt mit Picknickkörben, um gemeinsam mit den Gärtnern von alpina und dem Amt für Stadtgrün, die maßgeblich dieses denkmalgeschützte Areal gestalteten, anzustoßen und zu tafeln. Sie konnten es einfach nicht erwarten, den Platz wieder in Besitz zu nehmen. Recht gemacht! Aber der Rollrasen, die Frühjahrsblüher, die Sträucher mußten ja erst mal anwachsen, ehe ein rotes Band durchschnitten wird.

Nun hat die Bepflanzung auf den Beeten sogar schon gewechselt. Georginen, heute als Dahlien bekannt, fangen gerade an zu blühen. Die weißen Bänke, die wunderbar zum Charakter unseres Ortes passen, sind fast immer besetzt. Die jahrhundertealten Bäume schaffen eine intime Atmosphäre.

Zur offiziellen Eröffnung am kommenden Dienstag (18.6.) um 10 Uhr wird auch die Senatorin Dr.Fischer-Gäde erwartet und deshalb gibt es jetzt auch ganz offiziell und ganz konkret Zahlen zum Platz: 1500 Bodendecker und niedrige Strauchpflanzen sowie 65 Heckenpflanzen wurden in den Boden gebracht. 1750 Blumenzwiebeln stecken im Rasen und den Bodendeckerflächen. 600 Dahlienknollen sind aus dem Winterschlaf erwacht. 1100 Quadratmeter Rollrasen sind verlegt. 270 Meter lange Tropfschläuche durchziehen die Beete, die so ohne Gießkanne und Gärtner bewässert werden. 

Die denkmalgerechte Sanierung und Pflege des Platzes kostet die Stadt Rostock 330 000 Euro. Er steht – ganz offiziell -  nach dem Denkmalschutzgesetz als Bestandteil  des Denkmalbereichs  „Historischer Ortskern Warnemünde“ und damit als Gartendenkmal unter Denkmalschutz.

Welch ein schöner Platz ist entstanden!

Monika Kadner

P.S. Es heißt – offiziell -  Interessierte sind zur Einweihung herzlich willkommen!

 



 

AOK Active Beach  Mit Hansa, Baltic League und Yoga

12.6. Der AOK ACTIVE BEACH startet in seine 13. Saison. Die größte Freiluftsportarena des Landes befindet sich am Strandaufgang 13. Neu in diesem Jahr: Das Hansa Beach Camp und die Baltic League.

„Für die wachsende touristische Zielgruppe der Menschen, die sich in ihrem Urlaub aktiv bewegen und unterwegs sein wollen, ist der AOK ACTIVE BEACH die richtige Adresse“, betont Matthias Fromm, Tourismusdirektor. Erste Hansa Beach Camps Der F.C. Hansa Rostock veranstaltet erstmals vom 22. bis 25. Juli und vom 5. bis 8. August zwei Hansa Beach Camps“, kündigt Active-Beach-Chef Andreas Zachhuber an. Dazu können sich Kinder von sechs bis 14 Jahren, die Lust auf Fußball und Bewegung haben, über den Drittligisten anmelden. Veranstalter ist die F.C. Hansa-Fußballschule, die mit diesem Angebot eine Verbindung von Talentförderung und Ferienprogramm für Jedermann schaffen möchte. Während das Hansa Beach Camp kostenpflichtig ist, bieten die Strandfußballer von den Rostocker Robben ab Juni einmal wöchentlich ein kostenfreies Training für alle interessierten Kinder von sechs bis zwölf Jahren an. Das Projekt „Strandsport für Kids“ wird von der AOK Nordost unterstützt.  Formate mit Kultstatus So findet am 29. und 30. Juni etwa ein großes Beachtennisturnier mit bis zu 20 Mannschaften und am 13. Juli die Völkerballmeisterschaft MV statt. Zahlreiche Schulklassen haben sich für die letzte Schulwoche vom 15. bis zum 19. Juli angemeldet, um das Schuljahr sportlich ausklingen zu lassen. Am 17. Juli steigt die traditionelle Schüler-Fußball-EM der WG Union. In der Hanse-Sail-Woche, am 10. August, treten die Crews der Großsegler gegeneinander an und küren wieder ihren Hanse-Sail-Beachsoccermeister.  Der AOK-Sport-Beachtag am 29. August steht ganz im Zeichen der Familien mit vielen Mitmachaktionen für Jung und Alt. Die diesjährige Finaltour der Volleyballbeachmeisterschaften MV fällt auf den 24. und 25. August. „Außerdem wird es wieder in Kooperation mit der AOK Nordost die beliebten und kostenfreien Yoga- oder Qi-Gong-Kurse geben“, informiert Zachhuber .Hautpflege im Fokus Ein besonderer Fokus der Freiluft-Arena liege in diesem Jahr zudem auf der Hautpflege. „Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen in Krankenhäusern ist in den vergangenen zwanzig Jahren um 75 Prozent gestiegen“, warnt Michael Isenbruck, Teamleiter Sportkooperationen bei der AOK Nordost. „Wir möchten deshalb die geplanten Freiluftaktivitäten nutzen, um auf einen optimalen Hautschutz hinzuweisen.Baltic League im Heimatrevier der Robben Der Lokalmatador will in diesem Jahr die Beachsoccer-Krone gegen die Vereine aus anderen Bundesländern verteidigen. Darüber hinaus messen sich die „Robben“ auch mit europäischen Teams in Warnemünde. So wird der Deutsche Rekordmeister am 27. und 28. Juli erstmals einen Spieltag der Baltic League mit Mannschaften aus Litauen, Estland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Lettland und Deutschland am AOK ACTIVE BEACH ausrichten. DFB Beachsoccer-Meisterschaft Erneut wird einer der insgesamt drei Spieltage der DFB-Beachsoccer-Liga am AOK ACTIVE BEACH ausgetragen (20./21. Juli). Öffnungszeiten und Eintrittspreise Bis Ende September ist der AOK ACTIVE BEACH täglich geöffnet. Der Eintrittspreis für die Nutzung des Angebots beträgt 2,- Euro pro Person. Inhaber einer GästeCARD zahlen keinen Eintritt. Sportgeräte können zwischen 11 und 18 Uhr gegen Pfand ausgeliehen werden.

 

Was man so alles in Warnemünde verändern und tun könnte ....

Doc Buhse - alias Dr. Andreas Buhse - und aalglatt-Redakteurin Monika Kadner in einem Gespräch mit Anregungen

10. Juni: Doc Buhse, Inhaber des Schallplattenlädchens am Leuchtturm, Michael Terpitz, Romanautor, Dr.Andreas Buhse wohnhaft in Warnemünde, Andreas. Alles ein Warnemünder im Fast-Rentenalter. Wir trinken zusammen Kaffee und träumen:

Wenn Du Bürgermeister wärst, was würdest Du Fremden sagen, die erstmals nach Warnemünde kommen?

Auch wenn ich nie eine politische Funktion übernehmen würde, wäre das Erste was ich sage: Willkommen im Paradies!

Deine neueste CD, die Du herausgegeben hast, heißt „Lauter Leben“ . Wie soll ich das verstehen?

Eines meiner Lieblingssongs in der CD ist „We are the time“. Wir sind die Zeit! Und unsere Zeit ist LAUTER LEBEN! Jeden Tag! So meine ich es; und wenn ein Zugereister meint, sich beschweren zu müssen, wenn mein Freund Knut auf dem Leuchtturmvorplatz Konzerte organisiert, dann ist es ab 22 Uhr nicht mehr laut, sondern ein Musikerlebnis hat gerade stattgefunden voll Lauter Leben!

Dein Großvater ging mit Dir von seinem Haus am Strom aus spazieren, um die Ecke rum am Leuchtturm vorbei, bis zum traditionellen Bienenstichessen im Cafe Meyer. Warum ist das so gegenwärtig für Dich?

Weil es immer feste Rituale gab. Zum Beispiel nahm mein Großvater immer seine speckige Mütze ab, blickte zum Leuchtturm rüber und sagte „So min Jung, nun lass uns hier die Seelen unserer jüngst verstorbenen Warnemünder begrüßen. Sie alle leben in den Ziegeln dieses alten weißen Turmes weiter...“ Ich liebe dieses stetige Erinnern an unsere Geschichte, auch wenn sich die Welt weiter dreht. Wir sind hier und bleiben Warnemünder.

Heißt es nicht, nur, wer in Warnemünde im Storchenhaus in der Kurhausstraße geboren wurde, ist Warnemünder?

Dann wären ja jetzt vielleicht noch zehn Prozent Warnemünder und bald niemand mehr. Ich meine, Warnemünder ist derjenige, der überlegt, was er für Warnemünde tun kann.

Dein Rucksack ist übervoll mit Materiellem und Geistigem was Du literarisch und musikalisch für Deinen Heimatort getan hast. Was schnürst Du heute noch obendrauf?

Ich versuche meinen Ärger umzusetzen in etwas Kreatives. Beispiel: Es steht Warnemünde einfach nicht zu Gesicht, dass in den unteren Teepottglasscheiben, in einem Kulturdenkmal,  eine überdimensionale gelbgrüne Bewerbung für eine ostmecklenburgische Provinzbrauerei prangt.  Von gleicher Brauerei dann auch noch ein Bierwagen, der den Strandaufgang auf der Promenade versperrt…

Wie würdest Du das denn ändern wollen?

Statt der riesigen Werbung für Bier könnte ich mir vorstellen, dass hier Kunst am Bau genau richtig wäre.Große Porträts von Warnemündern, die Geschichte geschrieben haben, würden hier bestens her passen. Außerdem möchte ich zu gern mit Künstler-Freunden in den Fundus der Stadtverwaltung gehen, um Verstaubtes ans Tageslicht zu holen. Das würde fast nichts kosten und wäre doch eine Bereicherung für das Ostseebad. Wenn dann noch Tafeln darüber informieren, wer was geschaffen hat und wer die Porträtierten sind, wäre das identifizierende  Geschichte pur für Touristen, aber auch für große und kleine Zugereiste.

Apropos „kleine Zugereiste“. Unsere Generation ist doch schon die mit den Silberlocken…

Ich erlebe, dass man die Lütschen oft mit Musik „fangen“ kann. Das versuche ich mit meiner neuen CD. Aber sollten die Lehrer unserer guten alten Heinrich-Heine-Schule nicht  die Gelegenheit JETZT nutzen, um alte Warnemünder einzuladen, damit Kinder Fragen stellen können? „Wer nicht fragt bleibt dumm“ war das nicht ein Lied? Gedruckte Wörter sagen doch einfach nicht so viel wie ein Gespräch.

Du hast recht: Wir sind die Zeit!

Und unsere Zeit ist LAUTER LEBEN!

 

 

 

 

 

 

 

Doc Buhse erz├Ąhlt Enkel Leo spannende Warnem├╝nder Geschichten. Foto: Robert Buhse

Wenn‘s ums liebe Geld geht

10. Juni:  Wem ist nicht mulmig, wenn das Jahresende naht und die Steuerklärung eingereicht werden muß beim Finanzamt? Hab ich alles angesagt?  Bin ich überhaupt in der richtigen Steuerklasse? Bloß nichts falsch machen! Fragen über Fragen – auch wenn alles richtig ist.

Seit heute gibt es eine neue Adresse in Sachen Steuern auf dem Kirchenplatz 1 -  besonders für Rentner und Angestellte. Es ist eine Filiale der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V.. Manuela Ziemer hat hier ihren Schreibtisch. Nach einem ausführlichen Prüfungsverfahren vor der Oberfinanzdirektion wurde ihr bereits vor sieben Jahren bescheinigt,  selbstständig arbeiten zu können. Das macht sie seit dieser Zeit erfolgreich in der Filiale Lütten Klein und nun auch bei uns!  Über die Schulter guckt ihr in den ersten Wochen garantiert immer noch die Warnemünderin Angelika Ziemer, ihre Mutter,  die seit über 30 Jahren in Rostock selbstständig unter dem Dach der Vereinigten Lohnsteuerhilfe berät. Besonders sie ist glücklich, dass sich hier in ihrem Heimatort nun an zentraler Stelle  eine Filiale „um das liebe Geld“ der Warnemünder kümmern wird. 

Diese Selbsthilfeeinrichtung, die vor 50 Jahren auf Anraten von Gewerkschaften ins Leben gerufen wurde, hilft u. a.  bei einkommensteuerrechtlichen Fragen, berät zu Antragstellungen beim Finanzamt,  zu Freistellungsaufträgen. Prüft Steuerbescheide. Sie ist am besten für kleinere Hilfestellungen in Sachen Steuer eine prima Anlaufstelle. Um sich hier anzumelden im Verein, ist Manuela Ziemer dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr am Kirchenplatz zu erreichen. In der übrigen Zeit im Lütten Kleiner Büro. Termine werden völlig variabel auch zu anderen Zeiten und Arbeitstagen vergeben. Vorherige Anmeldung unter 77880869 ist immer von Vorteil. Übrigens, das Honorar für eine Beratung oder Mitgliedschaft im Verein ist sozial gestaffelt. Und was gerade in unserem Ostseebad für die älteren Einwohner besonders wichtig ist, die Barrierefreiheit im Büro. Einheimische denken für Einheimische mit! Monika Kadner

 

 

Manuela und Angelika Ziemer beraten in der Filiale der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e. V. am Kirchenplatz 1 rund ums liebe Geld.

Am Strand Sport, Kultur und Kulinarik

7. Juni: Der Warnemünder Strand unterhalb des Teepotts verwandelt sich wieder in ein Eldorado für Sport- und Kulturbegeisterte. Und dieses Eldorado trägt seit 2024 einen neuen Namen: Von nun an heißt es Strand Arena Warnemünde statt SportBeachArena. Und auf dem dortigen Sand sowie daneben in der Wal-Bar dürfen Gäste und Einheimische sich in den kommenden drei Monaten über zahlreiche Höhepunkte freuen. Insgesamt werden zwischen Diedrichshagen und Rosenort 23 Strandbewirtschafter kühle Getränke und kleine Speisen servieren, Unterhaltungsformate oder Wassersport anbieten. Zudem stehen den Gästen an Rostocks Stränden wieder 2200 Strandkörbe zur Verfügung.

„Wir freuen uns auf eine fantastische Saison und zahlreiche Höhepunkte. Ob an der Wal-Bar, im Supreme Surf-Beachhouse oder der neuen Seayou-Strandbar in Markgrafenheide: Das Angebot der Strandbewirtschaftenden ist in diesem Jahr wieder sehr vielfältig und birgt einige Überraschungen", sagt Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm.

DFB, DLRG und Public Viewing

Direkt unter dem Teepott erhebt sich seit 1. Juni die Strand Arena Warnemünde aus dem feinen Sand. Dort werden hochwertige Wettkämpfe wie der Ballfreunde Beachhandball Cup (21.-23. 6.), der DLRG-Cup (18.-20. 7.), die Deutsche Beachsoccer Meisterschaft (16. bis 18. 8.) oder das Fitness-Event „Battle the Beach" (23. bis 25. 8.) ausgetragen. Bis zu 1260 Menschen können die Events auf den dafür errichteten Tribünen erleben. Besonderes Highlight: Public Viewing. Zur Fußball-EM werden ab 14. 6. (Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland) ausgewählte Spiele auf einer Leinwand mit einer Größe von 5x3 Metern zu erleben sein.

Strand Arena Warnemünde statt SportBeachArena

In den vergangenen Jahren hieß das Areal noch SportBeachArena. Warum es zur Namensänderung gekommen ist? In der Vergangenheit sei es oft zu Verwechslungen mit dem AOK Active Beach, dem Sportareal auf Höhe des NEPTUN Hotels, gekommen. „Über den neuen Namen vermitteln wir einerseits die regionale Verortung und andererseits, dass wir eine Veranstaltungslocation sind, die nicht nur auf Sportevents beschränkt ist. Im Verbund mit der Wal-Bar bieten wir auch ein vielfältiges Kulturprogramm", sagt Ulrike Döring, Leiterin derStrand Arena Warnemünde und der Warnemünder Woche. Unterstützt wird die Arena von der Hanseatischen Brauerei Rostock.

Zweites Jahr für Mini-Festival

Seit 2022 begeistert die vom DOCK INN Hostel organisierte Wal-Bar Einheimische und Gäste der Stadt mit rustikaler Holzbar, Konzertcontainern, Liegestühlen, moderner Kulinarik, einem Festzelt für unterschiedlichste Formate und der markanten Wal-Skulptur an einem der schönsten Orte Rostocks. Zu dieser gesellt sich in diesem Jahr noch ein hölzerner Haikopf.

In diesem Jahr werden hier mittwochs ab 20 Uhr wieder Konzerte lokaler Künstler präsentiert. Zum zweiten Mal wird vom 2. bis 4. August außerdem das High SEAciety-Festival veranstaltet. Diesjähriger Headliner ist die aus Vorpommern stammende Band „Hinterlandgang", deren Bühnen deutschlandweit aktuell immer größer werden.

Möwen-Police für neue Burger- und Sandwichvariationen

Das Rap-Duo tourt aktuell mit dem Album „Rosa Mitsubishis" und macht in diesem Rahmen auch am Warnemünder Strand Halt. Weitere Acts werden für Überraschung sorgen. „Wir werden dort Künstler und Künstlerinnen begrüßen, denen wir eine große Zukunft zutrauen", verrät Christoph Krause, Leiter der Wal-Bar.

Zur Hanse Sail wolle man in der Wal-Bar ein frisches Konzept und eine aufregende Veranstaltungsfläche präsentieren - mit Musik, Filmcontest und tollem kulinarischem Angebot. Dieses kommt in diesem Jahr übrigens von Nemo Borowski, den viele durch seinen Food-Truck als „Mister Cheese Raclette" kennen können. Serviert werden ganz individuelle Burger-, Sandwich- und Salatvariationen. „Das ist wirklich außergewöhnlich gut und ich freue mich, dass er unser Angebot in der Wal-Bar bereichert", sagt Krause. Und das Essen ist sogar versichert, dank der ARAG Versicherung. So erhalte jede Person, dessen Essen Opfer von Möwen wurde, kostenfrei eine neue Portion.

 

 

Munchs Birnbaum von Künstlern in Szene gesetzt

4. Juni: Ein schon fast sommerlicher Frühlingsabend an diesem ersten Tag des Junis 2024. Im Hof des Munch-Hauses Am Strom 53 finden sich interessierte Frauen und Männer zusammen, um an einer rituellen Sitzung mit dem Titel „Munch’s Pear Tree“ teilzunehmen. Der finnisch-samische Künstler Matti Aikio hat sich auf den Weg nach Warnemünde gemacht, um híer in der Tradition seiner Familie und im Einklang mit der Natur den sterbenden Birnenbaum zu verabschieden. Am Feuer, mit Musik, Texten und Worten. Ein Abend für die Seele des Baumes und die der Zuschauer und Zuhörer. Ungewöhnlich. Und wenn man sich darauf einlässt auch eine Inspiration.    

Der Birnbaum im Hof des Munch-Hauses Am Strom 53, der laut dendrologischem Gutachten 225 Jahre alt ist, hat einem Herbststurm im Jahre 2019 nicht standhalten können. Er wurde abgestützt und hat tatsächlich 2022 noch einmal Früchte getragen. Doch alle Bemühungen, ihn am Leben zu erhalten, waren vergebens. Nun soll der inzwischen tote Baum im Herbst gefällt werden. „Dieser Abend heute ist der Beginn eines längeren Projektes“, sagte Petra Schmidt Dreyblatt. Denn diesen Baum, den der norwegische Maler Edvard Munch in den Jahren 1907 und 1908 mehrfach gemalt hat, der abgebildet ist u. a.  in dem Werk Alter Mann in Warnemünde, der auf Skizzen und Aquarellen zu sehen ist, soll nicht sang- und klanglos gehen, nicht einfach der Kettensäge anheimfallen. Schließlich sei er das letzte Authentische aus der Zeit von Edvard Munch. Und immer wieder fragen auch Besucher aus aller Welt im Munch Haus nach dem berühmten Birnbaum. „Unsere Idee ist es, in diesem Jahr Künstler einzuladen, die sich mit diesem Baum in ihren Arbeiten auseinandersetzen“, sagt die stellvertretende Vorsitzend des Edvard-Munch-Haus e. V. Der Birnbaum, so erfahren die Gäste, hat Nachkommen. Zwei Setzlinge wurden vor dem neuen Munch-Museum in Oslo gepflanzt, ein weiterer Nachkomme soll im Warnemünder Munch-Haus im Zuge der Neugestaltung des Hofes dort seinen Platz finden. Und sehr wahrscheinlich werden wie damals, als Munch im Hof an seiner Staffelei stand, und wie an diesem Juni-Abend 2024  auch künftig die Möwen mit lautem Geschrei über den Hof fliegen, die Kirchenglocken läuten und aus der Nachbarschaft Stimmen herüber dringen an diesen besonderen Ort. Sabine Schubert

 

Der Birnbaum im Hof des Munch-Hauses soll nicht einfach der Kettens├Ąge zum Opfer fallen. Vielmehr werden K├╝nstler sich mit ihm auseinandersetzen. Foto: susa

Mai 2024 – wärmster Wonnemonat seit 78 Jahren

Witterungsrückblick der Wetterstation Warnemünde für das Frühjahr 2024 und den Mai/ aalglatt im Gespräch mit dem Dipl-Ing. für Meteorologie Rudolf Kemnitz

2. Juni: Was war das für ein herrlicher Mai hier bei uns an der Küste. Was sagen die Meteorologen zu diesem Wonnemonat?

Der Mai 2024 stellte mit einer Monatsmitteltemperatur von 15,3 Grad Celsius einen neuen Rekord in der fast 78-jähigen Messreihe der Warnemünder Wetterstation auf. Ganze vier Grad lag er somit über dem langjährigen Mittelwert und verdrängte den noch gar nicht so alten Rekord aus dem Jahre 2018 auf den zweiten Platz. Dabei waren gar nicht Spitzenwerte dafür verantwortlich, denn der Monatshöchstwert wurde am 1. Mai mit 26,2 Grad gemessen und es traten nur drei Sommertage mit 25 Grad und mehr auf. Nein, es waren die bewölkten und damit milden Nächte, die das Mittel so weit oben hielten. Auch die Eisheiligen, die dieses Jahr etwas früher auftraten, schafften es nicht mehr, die Temperaturen in den Frostbereich zu drücken – Monatsminimum 6,5 Grad am 8. Mai.

Pfanzen gießen musste man nicht, es gab doch vielfach Regen?

Tatsächlich gab es mal wieder reichlich Niederschlag, mit 86,0 l/m² wurde fast die doppelte Regenmenge des üblichen Solls von 46,5 l/m² gemessen. Die höchste Tagessumme von beachtlichen 32,1 l/m² wurde am 3. Mai registriert.

Dennoch gab es gefühlt auch reichlich Sonnenschein?

Die Sonnenscheindauer von 288,2 Stunden wich nur geringfügig vom langjährigen Durchschnittswert von 245,4 Stunden ab, ein leichtes Plus von 17 Prozent.

Wenn Sie das gesamt Frühjahr 2004 betrachten, was ist die Bilanz?

Die Klimaerwärmung schreitet ungebremst voran. Alle drei Frühlingsmonate zeigten sich deutlich zu warm, sodass das Frühjahr 2024 mit einer Durchschnittstemperatur von 10,8 Grad das wärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnung war. Der Normalwert wurde um 3,9 Grad übertroffen. Mit 176,0 l/m² war es ein feuchtes Frühjahr, denn das Mittel von 128,9 l/m² wurde um 37 Prozent überboten. Allerdings trug der März nur bescheidene 15,2 l/m² bei, so dass hauptsächlich die Monate April und Mai mit überdurchschnittlichen Regenmengen an der Summe beteiligt waren. Die Sonne schien mit 578,3 Stunden über alle drei Monate recht gleichmäßig. Das Soll von 527,6 Stunden wurde um rund 10 Prozent überschritten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bautagebuch zur  Landessportschule (44)

„Wir fühlen uns mies“

29. Mai: Leserbrief an unsere Redaktion „aalglatt“. Jost Hamacher aus Rostock schreibt u. a.: Ein Trauerspiel, was dort  - mit der Landessportschule d.R.- gerade stattfindet. Jetzt wurde auch noch das Gerüst abgebaut, was den Baufortschritt-Fassadenarbeiten sicher weiter ausbremsen wird. Es ist bei realistischer Betrachtung davon auszugehen, dass dieser Zustand auf lange Zeit das Bild von Warnemünde prägen wird. Schade…

Andere sagen „Schande“!

Deshalb sitzen wir in  einem Triumvirat zusammen: Architekt Matthias Curschmann, die Diplomingenieure Frank Uminski und Torsten Rowoldt von dem renommierten Rostocker Ingenieurbüro, das für die Bauüberwachung zuständig ist.

Das Echo auf die Meinungen derjenigen, die den schwarz-gelben Koloss auf der Mittelmole sehen: „Es ist einfach nur insgesamt unbefriedigend, was nicht nur gerade, sondern seit einiger Zeit geschieht. Wir hatten so sehr darauf geachtet, dass die Bauabläufe für die einzelnen Gewerke genau getaktet sind. Jetzt ist alles wieder dicht und die Reihenfolge holpert und holpert. Die Betriebe hatten in ihren Zeitplänen bereits damit gerechnet auf anderen Baustellen tätig zu sein. Das hat soviel Ärger nach sich gezogen...  “ Unter großem Bedenken mussten Gerüste abgebaut werden. Die Tiefbauarbeiten u.a. für die Geothermie konnten einfach nicht länger in der Warteschlange stehen. Für Wasser- und Elektroarbeiten traf das ähnlich zu. Die Gerüste müssen zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgebaut werden. „Was das an Geld und Zeit kostet!“ Der Bauherr belässt es nicht beim Stirnrunzeln und vor sich hin schimpfen. Gutachter wurden eingeschaltet, damit die im Ostseewind flatternde Dämmung genau unter die Lupe genommen wird. „Es kann und darf nicht sein, dass nach fünf Jahren vielleicht überall Durchfeuchtungen, gar Schimmel auftreten.“

Bitte lasst uns auch Positives betrachten, so meine Bitte. Ich erfahre, dass es mit der Fertigstellung der Bootshalle im daneben liegenden Gebäude, außer mit der Fassade, gut voran geht. Es wird gerade gepflastert, denn vor dem eigentlichen  Eingang ins Innere wird Betonpflaster verlegt, damit die Bootstrailer u.a. nicht Spurrinnen verursachen in dieser überdachten Außenanlage, die in exzellenter Weise Vorrichtungen für eine Frostfreihaltung erhält. Letzte Anschlüsse fehlen noch bei den Elektroarbeiten. Im Kraftraum sind die Bodenleger noch in Aktion bei ihren Spezialarbeiten, damit die Hantel keine Löcher einreißt... Vielbeschäftigt sind die Maler, die gegenwärtig Flies einbringen, Zargen verkleiden.  Die Trockenbauer sind in den letzten Zügen beim Schließen der Unterdecken mit Akustiklochdecken. Natürlich versuchen auch die Fliesenleger zum Zuge zu kommen, um Sanitärbereiche und Küchen auszustatten.

Alle Handwerker müssen aufpassen, dass sie sich nicht gegenseitig auf die Füße treten. Ganz wage nehmen der Architekt und die Ingenieure die Warnemünder Woche ins Visier, um vielleicht die Bootshalle schon für die Segler aus aller Welt frei zu geben. „Ein provisorischer Eingang wäre das wenigste, was wir den Sportlern schon mal bieten könnten.“

Was könnte es Hoffnungsvolleres geben, als die drei Bauleute übereinstimmend ihre nicht nachlassende Motivation unterstreichen: „Wenn die ersten Möbel und Geräte kommen, erwacht so ein Gebäude zum Leben. In der Bootshalle passiert dies ja gerade. Ein Meilenstein ist erreicht. Der Bauherr soll von uns eine ordentliche Leistung bekommen.“

Was für ein vorläufiges Schlussplädoyer. Monika Kadner

 

Ehrenamtliches Engagement für 86.Warnemünder Woche

27 Mai: Wann, wenn nicht jetzt, wirft die 86.Warnemünder Woche ihre freundlichen (!) Schatten voraus. In der ersten Juliwoche ist es dann soweit! Vor allem in unserem Ostseebad sind es Frauen und Männer, die ehrenamtlich dafür Sorge tragen, dass all die Segelregatten, das Sommerfest mit dem Niegen Ümgang, die vielen Veranstaltungen zwischen Altem Strom und Strand DER Höhepunkt in jedem Sommer sind und bleiben.

Die Tourismuszentrale in der Vogtei ist gemeinsam mit dem Warnemünde Verein dabei natürlich nicht untätig.  Die Leiterin des Büros zur Warnemünder Woche Ulrike Döring ist seit Jahren die vertrauensvolle, sachkundige und hauptamtliche Koordinatorin dieses unverwechselbaren Ereignisses.  Sie teilt uns mit: Allein beim Segeln, stehen rund 240 Ehrenamtliche in den Startpositionen, um in der Wettfahrtleitung, der Jury, dem Race Office bis hin zu den Lunchpaketen alles zu tun, um nach wie vor Spitzensport in unseren Segelrevieren vor Warnemünde zu garantieren.

Für das Sommerfest mit seinem Höhepunkt, dem Niegen Ümgang, werden 70 bis 80 Ehrenamtliche gern ihre Freizeit hergeben, um unseren Ort geschichtlich und neu zu präsentieren. Beim Drachenbootrennen auf dem Alten Strom stehen bis zu 40 ehrenamtliche Helfer  u. a. als Betreuer für den Ein-und Ausstieg in die Boote bereit, für den Veranstaltungsservice oder die Teameinteilung.

Die Handballer haben etwa 40 ehrenamtliche Sportler an ihrer Seite, die sich um den Aufbau der Felder kümmern, um die Teilnehmerbetreuung oder auch um Schieds- und Kampfgericht. Zu den Rugbyspielern kommen auch Physiotherapeuten im Ehrenam , um die Blessuren möglichst klein zu halten. Aber auch insgesamt 25 weitere Ehrenamtliche, die das Schiedsgericht stellen, die Turnierleitung oder die Betreuung insgesamt. Bei dem für unsere Breiten noch recht ungewöhnlichen  Feldspiel Lacrosse werden zehn Ehrenamtliche für die Ergebnisverwaltung, für den Auf-und Abbau oder auch für Fotos dabei sein.

Es ist sicher, dass dank der vielen „guten Geister“ mit den  tausenden Akteuren, auch die 86.Warnemünder Woche wieder Spaß und Freude bringen wird, Optimismus für Alt und Jung.

Monika Kadner übernahm die Rechercheergebnisse von der Tourismuszentrale

 

Ausflugs-Tipps

 Geschichte des Ostrocks in Kröpelin

25. März 2022:. Das Ostrockmuseum Kröpelin ist einen Ausflug wert. Es wurde am 3. Juli 2015 eröffnet. Das Museum ist das erste und bislang einzige in Deutschland, das sich ausschließlich mit der Geschichte des Ostrocks als Teil der Unterhaltungsmusik der DDR und der ehemaligen osteuropäischen Länder widmet.

Eine der Grundlagen für das Museum ist der Fundus des Berliner Vereins „Sechzig-Vierzig“, der seit Jahren versuchte, seine Sammlung an einem festen Ort zu präsentieren. Nach mehrjährigen Bemühungen wurde am 26. April 2013 die Sammlung des Vereins schließlich an das Ostrockmuseum übergeben. Das Ausstellungskonzept entstand unter Beteiligung der Studiengänge Innenarchitektur sowie Kommunikationsdesign und Medien der Hochschule Wismar.

Gemeinsam mit Stadtbibliothek und Stadtmuseum wird das Ostrockmuseum durch die Stadt Kröpelin verwaltet. Die Gestaltung und Betreuung der Sammlung obliegt einem dreiköpfigen Kuratorium, bestehend aus Reinhard Dankert, Rüdiger Kropp und Thomas Lehner.  Das Ostrockmuseum ist ein interaktives Erlebnismuseum. Es ermöglicht dem Besucher einen Einblick in Geschichte und Hintergründe des Ostrocks. So erschließt sich seine Geschichte bei einem Rundgang durch das Museum als Mischung aus Information, Medien und Erlebnis. Dazu gehören auch Veranstaltungen und Sendungen wie etwa Franks Beatkiste vom 25. Oktober 2015, die in Zusammenarbeit mit dem Ostrockmuseum entstand.

Wegen der Vielzahl vorhandener Objekte sowie der räumlichen Begrenzung auf eine Etage entschied man sich gegen eine chronologische Darstellung der Ostrock-Geschichte. Stattdessen wird in jedem Raum ein thematischer Bereich dargestellt, in den dazu vorhandene Objekte und Informationen integriert sind. Ein thematischer Bereich des Museums ist beispielsweise ein Plattenladen. Hier werden Mobiliar und Angebot eines typischen Plattenladens in der DDR gezeigt. Neben multimedialer Information gibt es die Möglichkeit, Langspielplatten aufzulegen und zu hören. Diverse Geräte für das Abspielen von Tonbändern und Langspielplatten werden ausgestellt. Das Wandbild zeigt eine typische Szene aus dem Alltag der DDR. Wenn es begehrte Langspielplatten zu kaufen gab, dann bildeten sich schnell vor den Geschäften lange Schlangen. Das Bild zeigt eine solche vor dem Laden in der Kröpeliner Straße von Rostock Mitte der 1980er Jahre.

Das Ostrockmuseum (Telefon: 038292 82384) befindet sich in Kröpelin in der Hauptstraße 5. Über die B105 erreicht man es von Warnemünde aus in ca. 20 bis 25 Minuten mit dem Auto. 

Öffnungszeiten des Museums: Montag von 10 bis 12 und von 13.30 bis 17 Uhr, Dienstag von 10 bis 12 und 13.30 bis 18 Uhr, mittwochs geschlossen, Donnerstag von 10 bis 12 und von 13.30 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 12 und von 13.30 bis 16 Uhr, Karfreitag und Ostermontag geschlossen. Der Eintritt in das Ostrockmuseum kostet drei Euro und berechtigt gleichzeitig zum Besuch des im gleichen Haus befindlichen Stadtmuseums.

 

 

Auf der Wanderung durchs Nebel-Durchbruchstal kommt man vorbei am Kneipp-Wanderweg, wo man den F├╝├čen ein wohltuendes Bad g├Ânnen sollte.

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Wanderung im Nebel-Durchbruchstal

21. Mai: Mit dem Auto von Warnemünde fährt man - je nachdem, wo man parken möchte - etwa  60 bis 70 km bis zum Nebel-Durchbruchstal. Über die A 19 mit Abfahrt Richtung Krakow am See erreichen wir den Ausgangspunkt der Wanderung.

Es gibt mindestens drei Möglichkeiten die Tour zu beginnen:

  1. Parkplatz vor dem Einkaufsmarkt in Kuchelmiß. Hier kann man sich noch etwas zur Stärkung oder für ein Picknick kaufen.
  2. Parkplatz an der Wassermühle in Kuchelmiß. Die ist aber Corona-bedingt zurzeit geschlossen.
  3. kleiner Waldparkplatz nördlich von Serrahn

Beginnt man beim Parkplatz am Einkaufsmarkt, so führt rechts parallel zur Straße nach Krakow ein kleiner Weg vorbei an drei Wohnhäusern. Dann geht es weiter über eine kleine Brücke, die uns über das Moor in Richtung Wassermühle Kuchelmiß bringt. Man kommt vorbei an den Resten der mittelalterlichen Anlage der Turmhügelburg. Die Wassermühle darf man leider derzeit nur von außen besichtigen und auch die Toiletten sind geschlossen. Man kann aber weiterhin auf dem Gelände die Fischtreppen besichtigen und einen Eindruck von der Strömung der Nebel erleben. Einen kleinen Picknickplatz gibt es dort auch, so dass man sich in der Natur stärken kann. Auf einer Infotafel wird erklärt, wie das Nebel-Durchbruchstal entstanden ist.

An den Resten eines alten Schlosses - es sind nur noch einige alte Skulpturen zu sehen - und den Fischteichen vorbei gelangt man zu einem Hofcafé. Folgt man einem gepflegten Waldweg, dann erreicht man eine Brücke, die nach Serrahn führt. Hier kommt man auch am Waldparkplatz vorbei.

Der Ort Serrahn hat eine kleine Kirche und eine alte Schmiede als Sehenswürdigkeiten zu bieten. Danach sind wir wieder über den Waldparkplatz in Richtung der Nebel gewandert. Aber dieses Mal nicht über die Brücke nach Kuchelmiß, sondern wir haben den Waldweg parallel zum Flüsschen in östlicher Richtung gewählt. Der Weg ist leicht hügelig, aber dennoch gut zu laufen. Ein paar Bänke laden zudem am Weg zum Verweilen ein. Hier hat die Nebel allerdings einen wilderen Charakter. Ihre Strömung kann man von der Brücke aus wunderbar erleben.

Geht man dann weiter geradeaus, gelangt man zum Kneipp-Wanderweg. Er ist aus einem kleinen Nebenarm der Nebel entstanden. Ihn sollte man unbedingt ausprobieren. Der sandige Untergrund tut den Füßen gut und das Wasser ist sehr klar. Aber das Kneippen stärkt nicht nur die Gesundheit, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Ein Picknickplatz lädt hier erneut zum Verweilen ein. Der Weg durch den Wald führt dann an den Teichen vorbei wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Der Wald war durch die vielen Anemonen besonders schön in diesem Jahr. Ein herrliches Stück heimischer Natur. Der Weg ist gut ausgeschildert und für die rund 16 km, die wir in aller Ruhe mit einem Picknick bewältigt haben, waren wir gut vier Stunden unterwegs. Für Rollstuhlfahrer ist diese Wanderung allerdings nicht geeignet. Leider konnten wir auch keine geöffneten Toiletten finden..

Für Familien mit Kindern ist diese Wanderung ohne weiteres zu schaffen, gibt es doch überall etwas in der Natur zu entdecken. Jedoch sollten Familien mit Kindern auf den Abstecher nach Serrahn verzichten, weil man dafür an der Straße in den Ort gehen muss.  Unterwegs für aalglatt-Leser war: Hanne Hoppe

 

 

Wismar und seine Schätze

Ein Ausflug in die benachbarte Weltkultur-Stadt

Warum nicht mal Wismar besuchen? Ist nicht weit von der Hansestadt Rostock mit dem Seebad Warnemünde entfernt und eine wunderschöne Stadt mit mächtigen Backsteinkirchen, liebevoll sanierten jahrhundertealten Häusern aus der Gotik, dem Barock und dem Klassizismus.  Tierpark, Museen und ein malerischer Hafen mit Speichern und diversen Restaurants laden zum Bummeln ein. Fischkutter, deren Besatzungen leckere Fischbrötchen und fangfrischen oder geräucherten Fisch anbieten, sind ebenfalls erlebenswert. Die Hansestadt Wismar trägt zu Recht das Siegel des Weltkulturerbes.

Jetzt im noch sonnigen Corona-Herbst zieht es viele Touristen aus scheinbar vor allem südlichen Bundesländern an die Küste. Zumindest ihre Dialekte legen das nahe. Sie beobachten interessiert vom Außenbereich der Hafenlokale das Kommen und Gehen der anderen Touristen sowie das Verhalten der gefräßigen Möwen, die gern im Sturzflug den ahnungslosen Passanten das Fischbrötchen entreißen wollen. Amüsant, wenn die Möwen Sieger bleiben und man das eigene Brötchen schon sicher im Magen hat. Wenn es kein Fischbrötchen sein soll, kann man wunderbar in der Nähe des Alten Hafens am Lohberg im Brauhaus Durst und Hunger stillen. In dem Fachwerkspeicher ist schon 1452 Bier gebraut worden. Allerdings führt eine mehrstufige Treppe ins Gebäude hinein.

Wismar ist aber auch ein lohnendes Besuchsziel, wenn man mit den Enkeln einen Ausflug planen möchte. Sie tauchen in der Altstadt ein ins Mittelalter, sehen mit Giebel- und Traufenhäuser die Architektur vergangener Jahrhunderte und erfahren auf Schrifttafeln oder Plaketten an den aufwändig sanierten Häusern viel über die Geschichte Wismars und ihrer Bewohner.

Ein Ziel sollte unbedingt der 80 Meter unübersehbar hohe Turm der Marienkirche sein. Das einst mächtige Kirchenschiff wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und erfuhr wie etliche Sakralbauten in der ehemaligen DDR dasselbe Schicksal. Die Marienkirche, die Anfang des 14. Jahrhunderts auf den Mauern einer rund 100 Jahre alten kleineren Vorgängerkirche errichtet wurde, fiel 1960 der Sprengung zum Opfer. In Wismar sind wenigstens ihre Konturen wieder sichtbar im Boden entstanden. Teil des Forums an der Kirche ist neben moderner Kunst ein Metallmodell. Es zeigt, wie sich die ehemalige Ratskirche über Jahrhunderte präsentiert hat.

Besonders interessant für Kinder ist aber der 3-D-Film „Bruno Backstein“, der wie die Dauerausstellung „Wege zur Backsteingotik“ im Turm sehr spannend den Bau dieser gotischen Kirche erklärt. Bei einer Führung offenbart sich in 67 Metern Höhe ein wunderbarer Blick über die Altstadt und der Besucher erfährt weiteres Wissenswertes zur Kirche und zur Welterbe-Stadt Wismar.

Vor dem Kirchturm sind Modelle zu sehen, in denen Ziegelsteine geformt worden sind, die für den Bau verwendet wurden. Bruno Backstein erklärt im Film auch, wie die Bauleute es schafften, ohne Kran, dafür mit einem imposanten hölzernen Rad und Seilen die Steine in die Höhe zu transportieren. Der Nachbau dieses Rades vor der Marienkirche verdeutlicht den großen und kleinen Besuchern die meisterlichen Fertigkeiten der mittelalterlichen Baumeister, aber auch das mühevolle Bauen.

Der Film dauert etwa 15 Minuten. Der Eintritt inklusive Turmführung kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Ein Muss ist auch der Besuch der St.-Georgen-Kirche, eine der drei Hauptkirchen und die größte der Hansestadt. Auch sie ist ein Meisterwerk der norddeutschen Backsteingotik. 1594 wurde sie nach mehrfachen Veränderungen fertiggestellt. Baubeginn soll allerdings schon Ende des 13. Jahrhunderts gewesen sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch dieser Sakralbau stark beschädigt, aber in der DDR glücklicherweise nicht gesprengt. Nach der Wende wurde die St.-Georgen-Kirche ab 1990 mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz und örtlicher Betriebe wiederaufgebaut und 2010 als Gotteshaus und Kulturkirche feierlich wiedereröffnet. Kultur findet auch jetzt statt. So gastiert Ben Becker am 30.Oktober mit „Ich, Judas“. Viele weitere Veranstaltungen sind geplant – sofern Corona es zulässt.

Die Aussichtsplattform Von St.-Georgen in 35 Metern Höhe bietet einen eindrucksvollen Rundblick auf Wismar, die Gassen und Straßen der Altstadt, die Ostsee, den Hafen und die MV-Werft. Die Fahrt mit dem Lift kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder bis 6 Jahre fahren gratis.

Neben der Kirche liegt der Fürstenhof, die im 16. Jahrhundert errichtete Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge in Wismar. Ein Blick in den Innenhof lohnt sich. Heute beherbergt das schön sanierte Bauwerk das Amtsgericht der Hansestadt.

Bei einem Gang durch die Altstadt gibt es viele weitere lohnende Ziele. Doch wer sich die Ausstellung und die Einrichtung in dem sehr informativen Welt-Erbe-Haus an der Lübschen Straße angesehen hat, sollte noch an der Grube entlangspazieren. Sie ist eines der ältesten städtischen Wasserläufe Deutschlands und dann in einem der Cafés am Marktplatz Füße und Kopf entspannen. Auch dort gibt es mehrere historische Bauwerke zu bewundern. Schließlich ist die Stadt nicht umsonst von der UNESCO ausgezeichnet worden. Und weil man an einem Tag nicht alles Sehenswerte in Wismar erleben kann, sollte man sich - solange das Wetter mitspielt – unbedingt noch einmal auf den Weg dorthin machen.

Doch was hat dem zehnjährigen Theo am besten in der ehrwürdigen Hansestadt gefallen? „Der Blick von der Georgenkirche war cool.“ Eigentlich wollte er die Wendeltreppe zur Plattform hochsteigen. Doch die war gesperrt, weil man in Corona-Zeiten dort keinen nötigen Abstand halten kann. „Aber auch der Film in dem anderen Kirchturm war wirklich spannend“, empfiehlt Theo.

Unterwegs für aalglatt-Leser war: Ingrid Feuerstein

Die Marienkirche und St.-Georgen-Kirche öffnen von Oktober bis März täglich von 10 bis 16 Uhr. Der Turm von St. Marien kann nach Anmeldung (Telefon: 03841-2510) bestiegen werden.

├ťber die Rapsfelder hat man einen tollen Blick auf den Leuchtturm Bastorf.

Rund um den Leuchtturm Bastorf

13. Mai: Unser Ausflug führt von Warnemünde nach Bastorf. Mit dem Auto erreicht man den dortigen Leuchtturm in etwa 45 Minuten. Die Fahrt führt in diesen Tagen vorbei an herrlich blühenden Rapsfeldern, die so richtig tolle Fotomotive bieten. Rasch ist der Parkplatz am Leuchtturm erreicht.  Der Turm befindet sich zwischen den Ostseebädern Kühlungsborn und Rerik und oberhalb von Kap Bukspitze, weshalb er auch Buk genannt wird.

 Diese Landspitze weist eine Geländehöhe von rund 78 Metern über dem Meeresspiegel auf. Die Höhe des Leuchtturms beträgt 20,8 m, sodass sich eine Gesamtfeuerhöhe von etwa 95,3 m ergibt. Somit ist der Leuchtturm Buk zwar einer der kleinsten deutschen Leuchttürme, hat aber das höchste Leuchtfeuer, dass an den deutschen Küsten zu finden ist.  Während er für die Seefahrt eine notwendige Navigationshilfe ist, hält er für Besucher nach dem Erklimmen der 55 Stufen einen grandiosen Ausblick bereit. Schaut man in nordöstliche Richtung, kann man das heimische Warnemünde sehen. Bei einem Blick nach Westen entdeckt man  Rerik und die Wismarer Bucht  Bei klarer Sicht soll man sogar die Insel Fehmarn  und dänische Inseln sehen. Leider ist der Turm derzeit aber für Besucher noch geschlossen.

Nicht so tragisch, denn wir umwandern ihn ganz einfach Die Strecke beträgt etwa 4,8 Kilometer, die auch für nicht so professionelle Wanderer machbar ist.  Start und Ziel ist für uns der Parkplatz unterhalb des Leuchtturms. Auf einem schmalen Pfad mit einer tollen Aussicht geht es entlang des Parkplatzes in Richtung Kägsdorf. Weiter führt unsere Tour auf der Straße durch den Ort, der durchaus interessante Häuser aufweist. So beispielsweise ein Gutshaus auf der rechten Seite.  Am Ende des Ortes führt eine schmale  Straße in Richtung Kühlungsborn,  bevor uns dann der erste Weg rechts wieder zum Leuchtturm bringt .

Angekommen, lohnt es sich den Picknick-Korb auszupacken oder unbedingt das Cafe Valentins zu besuchen, das ab 28. Mai freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr wieder geöffnet ist und wo man endlich wieder den  leckeren Kuchen genießen kann. Nach unserer Stärkung  geht es wieder abwärts bis zum Parkplatz. Und schließlich gut gelaunt zurück nach Warnemünde. Unterwegs für aalglatt-Leser war: Doris Reiber

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