Das Logo der 86. Warnem├╝nder Woche, die am 6. Juli gestartet ist.

86. Warnemünder Woche

Strömung, Winddreher, schwieriges Spiel

13. Juli: Am vorletzten Tag der Warnemünder Woche hat das Revier der Mecklenburger Küste neue Herausforderungen an die Teams gestellt. Mit reichlich Strömung auf den Bahnen, dazu einigen Winddrehern wurden die Rennen der acht Klassen zu einem schwierigen Spiel. Vor allem bei den Starts zeigte sich, wer das Wasser richtig lesen kann. Etliche Gesamtrückrufe verzögerten allerdings die Rennen, und viele Teams fanden am Abend ein BFD, eine Frühstart-Disqualifikation, in ihren Listen wieder. Das ruckelte die Ergebnislisten durch, auch wenn sich die Führenden meist schadlos hielten.

Beim Europa Cup der 29er mussten die Briten James Crossley/Sam Webb an Tag zwei einige Dämpfer hinnehmen. Nachdem sie am Freitag souverän die Spitze der 31 Crews in dem Jugendskiff übernommen hatten, starteten sie auch am Samstagmorgen mit einem Rennsieg in den Tag. Dann aber gab es einen 13. Platz und zum Ende der Wettfahrten sogar eine Frühstart-Disqualifikation.

Zwar verteidigten sie damit noch die Führung. Den weitaus besseren Tag erwischte aber die amerikanisch-deutsche Kombination Truman Rogers/Paula Lepa (Potsdam). Mit der Serie 4, 6, 1, 2 legten sie eine beständig gute Serie hin, rückten damit auf Platz zwei vor.

„Die Strömung war tricky, und auch die Winddreher waren nicht einfach. Aber wir sind gut klargekommen. Unsere Kommunikation und Abstimmung werden immer besser – und damit auch das Bootshandling“, berichtete Paula Lepa. Sie segelt erst seit eineinhalb Monaten mit ihrem Steuermann aus Miami zusammen. Die Verbindung kam über den 29er-Bootshändler Holger Jess zustande.

„Paula stand zu dieser Saison ohne Partner da. Da habe ich weltweit gesucht, und Truman hat sich gemeldet. Jetzt verbringt er zweieinhalb Monate hier, jobbt und segelt. Die beiden machen eine tolle Entwicklung“, so Jess. Die Kieler Woche war das erste Großevent für das Duo. Dort erreichten sie knapp die Goldflotte. Zur Europameisterschaft kurz darauf waren sie als 31. schon zweitbestes Team unter deutscher Flagge. Und jetzt sind sie die Crew, die den EM-Vierten auf die Pelle rückt.

Für den finalen Tag hofft Paula Lepa auf schnelle Rennen: „Ich fahre direkt nach der Regatta nach Potsdam, habe am Abend noch meinen Abi-Ball.“ Zumindest dafür wechselt sie Neopren-Anzug gegen Ballkleid. Danach geht es aber wieder gemeinsam mit Truman Rogers zurück auf das Wasser. Denn der Höhepunkt der Saison soll die WM-Teilnahme in Aarhus werden. Mit dem aktuell zweiten Platz etablieren sich Rogers/Lepa bereits jetzt im internationalen Feld. Denn mit den Briten auf Rang eins und den Niederländern Lenny Hofmann/Rens van der Heiden auf dem dritten Platz sind derzeit vier Nationen in den Top-Drei zu finden.

Während die 29er noch auf ihren Saisonhöhepunkt zusteuern, haben die Flying Dutchman ihre WM 2024 bereits hinter sich. Und das mit einem starken deutschen Auftritt: Kay-Uwe Lüdtke/Kai Schäfers (Berlin/Hannover) gewannen im März zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Titel. Und diese Leistungsfähigkeit zeigen sie auch zur Warnemünder Woche. Nach fünf Starts haben sie fünf Siege in den Büchern. „Es läuft ganz gut“, stellte Steuermann Lüdtke mit einem Lächeln fest. „Der Wind war heute allerdings nicht einfach, sehr inkonstant mit vielen Drehern. Und mit der Strömung galt es, einen Frühstart zu vermeiden.“ Das gelang dem Duo, das zur Kieler Woche noch mit Rang drei zufrieden sein musste. In Kiel hatte sich Vorschoter Schäfers allerdings auch eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen: „Jetzt geht es schon wieder. Aber noch segele ich mit Schmerzmitteln“, berichtete er.

Bei den Korsaren, die mit den Flying Dutchman auf der gleichen Bahn segeln, zeigen die Führenden eine ähnliche Dominanz. Das Ehepaar Uti und Frank Thieme streicht nach sechs Wettfahrten einen vierten Platz, hat ansonsten fünf Siege eingefahren. „Wir sind heute gut gestartet, das gelingt uns sonst nicht so. Die Welle war anfangs sehr kabbelig und der Wind böig. Damit war es nicht einfach heute“, berichteten die beiden Berliner. Für sie ist die Warnemünder Woche ein gute Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft im August auf dem Schweriner See.

Die Contender segeln indes bereits zur Warnemünder Woche ihren deutschen Titelträger aus. Für die Deutschen scheint dabei aber nur der dritte Rang auf dem Siegerpodest reserviert zu sein. Auf dem Bronzerang gab es am Samstag einen vereinsinternen Positionswechsel. Markus Maisenbacher (WV Hemelingen) schob sich an seinem Clubkollegen Eike Martens vorbei. Die beiden werden sich am Finaltag einen Fight um diesen Platz liefern. Die Spitze werden sie kaum noch angreifen können. Jesper Armburst (Dänemark) und Pim van Vugt (Niederlande) haben sich bereits von den Verfolgern abgesetzt.

Eine dänische Führung gibt es auch bei den OK-Jollen. Hier hat sich Jörgen Svendsen an den Konkurrenten vorbeigeschoben, führt vor Cord Prignitz (Rostock) und dem Polen Pawel Pawlaczyk. Die Finns sehen an der Spitze ihrer Konkurrenz den Polen Barosz Szydlowski vor Fabian Lemmel (Berlin) und Thomas Schmid (Hamburg). Und bei den Beneteau First 18 verteidigten Jan Wilkens/Tobias Rieger (Hohen Wieschendorf) ihre Top-Position bei der German Open, der inoffiziellen deutschen Meisterschaft in dieser modernen Kielboot-Klasse.

Ein schnelles Rennen segelten die Yachten beim Gedser Race. Auf einem langen Schlag ohne große Manöver zogen die zwölf Crews zum Südende der dänischen Insel Falster. In weniger als drei Stunden waren die schnellsten Crews am Ziel. Die „Ember Sea“ konnte das Finish allerdings nach eigenen Worten aufgrund des zu großen Tiefgangs nicht durchfahren und konnte daher nicht gezeitet werden. Es siegten nach berechneter Zeit die „Galicia“ des Rostockers Olaf Hell in der Yardstick-Wertung und die „Nemo“ von Uwe Kleinvogel (Rostock) in der ORC-Wertung.

Olympische Spiele? Rostocker Delegation reist nach Paris

13. Juli: Viel Lob für das Ehrenamt gab es auch in diesem Jahr beim Empfang der Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger im Rahmen der 86. Warnemünder Woche. Sie kündigte an, sich im kommenden Jahr selbst miteinzubringen. Außerdem ging der Blick ein wenig Richtung Olympische Spiele.

„Wir haben ganz fantastische Segelwettbewerbe mit ganz großartigen Sportlerinnen und Sportlern und auch ein fantastisches Sportangebot an Land. Dazu gesellt sich das reichhaltige Kulturangebot, auf das wir auch besonders stolz sind“, sagte Kröger beim Empfang. Sie lobte die fantastische Stimmung bei der Warnemünder Woche und nannte ihren ersten Fassbieranstich bei der Eröffnung als ihr ganz persönliches Highlight der Veranstaltung. Kurz riss sie das Thema Olympia an. Um eine mögliche Bewerbung als Ausrichter olympischer Segelwettbewerbe anzuschieben, reist eine kleine Delegation der Hanse- und Universitätsstadt Rostock nach Paris, um das hiesige Segelrevier zu zeigen sowie mögliche Olympiapotenziale, verriet sie.

Die Präsidentin des Deutschen Segler-Verbandes, Mona Küppers, plädierte in ihrer Rede im Rahmen des Empfangs für noch mehr Wertschätzung des Ehrenamts. Gleichzeitig begrüßte sie, dass ihre Anregung aus dem vergangenen Jahr umgesetzt wurde, die Ehrenamtlichen als „Crew“, die mit an Bord ist, zu bezeichnen statt als Helferinnen und Helfer. Mit Stolz berichtete sie, dass bei den Olympischen Spielen in Marseille in allen zehn Segeldisziplinen deutsche Aktive an den Start gehen. Das spräche für die Qualität des deutschen Segelsports. Sie freute sich, dass auch bei den jungen Aktiven der Warnemünder Woche schon olympische Ambitionen spürbar sind.

Zu Wort kam außerdem die Vorsitzende des Warnemünde Vereins Astrid Voß: „Ich finde, dass die Vielfalt des Landprogramms einmalig ist, und freue mich, dass die Angebote so gut angenommen werden.“ Sie machte aber auch klar, dass es nicht immer einfach ist, ein so umfangreiches Landprogramm ehrenamtlich auf die Beine zu stellen.

Abschließend hatte OB Kröger ein ganz besonderes Angebot im Gepäck. Um noch intensiver bei der Warnemünder Woche einzutauchen, möchte sie im kommenden Jahr aktiv bei den Ehrenamtlichen mitarbeiten, um sich selbst einen ganz konkreten Eindruck von den Aufgaben zu verschaffen.

Das Plakat für die 87. Warnemünder Woche, die vom 5. bis 13. Juli 2024 stattfindet, präsentierte Pepe Hartmann, Grafikdesigner und langjähriger Eventfotograf der Warnemünder Woche beim Empfang der Oberbürgermeisterin. „Was mir am meisten Spaß macht, ist mit den Farben zu arbeiten, die jedes Jahr etwas anders sind. Das Grundschema des Designs bleibt ansonsten gleich, damit die Warnemünder Woche wiedererkennbar ist. Der Landteil wird durch den Leuchtturm miteinbezogen“, erklärte Hartmann.

"Ospa"-Yacht kreuzte als erste die Ziellinie

12. Juli: Es waren lange und vor allem viele Nächte für die Crews bei der traditionellen Langstrecken-Regatta Rund Bornholm zur Warnemünder Woche. Viele Teams brachen das Rennen ab, doch zehn kamen durch. Als erste Yacht kreuzte die „Ospa“ von Otto Timm die Ziellinie nach 1:15:53,06 Tagen das Ziel. Das größte Durchhaltevermögen bewies Wladyslaw Chmielewski auf seiner „Bindi“. 3:22:16:50 Tage war der Pole als Solo-Segler unterwegs, hatte zwischenzeitlich das Gewitter-Risiko im Hafen von Rönne auf Bornholm abgewettert, um schließlich doch nach langen Flautenphasen Warnemünde zu erreichen. Die Trophäen für die Sieger nach berechneter Zeit werden am Freitagabend an die Teams der „Ember Sea“ von Jochen Bunk (Rostock) in der Yardstick-Wertung und an die „Maiko“ von John Victorin (Rostock) in der ORC-Wertung vergeben.

Funk, Telefon, Computer: In den vergangenen fast vier Tagen liefen die technischen Geräte heiß bei Seebahn-Wettfahrtleiterin Laura Kühlewind und ihrem Team. Nachdem die Flotte von 26 Crews am Montagmittag auf den Kurs in Richtung Bornholm geschickt wurde, war klar, dass es ein langes Rennen werden würde. In der Nacht breitete sich ein ausgedehntes Flautenfeld über dem Regattafeld zwischen Warnemünde und Bornholm aus. Auch danach ging es nur schleppend voran. Die leichten Rennen vom Typ VO60, die Yachten „Ospa“ und „Illbruck“, aber auch die Brenta 55 „Ember Sea“ konnten den leichten Hauch zwar nutzen, um im Morgengrauen des zweiten Renntages in Warnemünde einzulaufen. Doch für viele aus der Flotte wurde es zu einem langen Ostsee-Trip.

Zu lang für viele. Die ersten legten bereits wenige Stunden nach dem Start wieder im Hafen von Warnemünde an – wissend, dass ihnen die beruflichen Verpflichtungen einen Strich durch die Rund-Bornholm-Rechnung machen würde. Anderen lief die Zeit davon, weil die Charterverträge für die Yacht ausliefen.

So nahm die Wettfahrtleitung viele Nachrichten von Crews entgegen, die vorzeitig in den Hafen segelten. Mit Sorge wurde das Rennen derjenigen beobachtet, die die Traditionswettfahrt unbedingt zu Ende bringen wollten. Mittwoch und Donnerstag drohten Gewitter über der Ostsee, so dass nicht nur der Draht zu den Seglerinnen und Seglern gehalten wurde, sondern auch zum Wetterdienst mit dem zusätzlichen Blick auf die Wetterkarte und den AIS-Tracker mit den Positionen der Yachten.

Mit dem Zieleinlauf der „Bindi“ waren dann alle Schiffe wieder im Trockenen. Während der Solo-Segler erst einmal Schlaf benötigte, waren andere Crews schon ausgeruht. Die „Ember Sea“ war rund zwei Tage vorher eingelaufen, und Jens Burmeister aus der Crew berichtete, dass die Erlebnisse schon gut verarbeitet worden sind: „Nach dem Anlegen wurde das Boot kurz aufgeklart, dann gab’s ein Bierchen und dabei ließen wir das Rennen noch einmal Revue passieren.“ Die erste Nacht, so Burmeister, sei auch auf der „Ember Sea“ anstrengend und Nerven aufreibend gewesen. „Ein bis zwei Stunden ging gar nichts. Da haben wir gestanden bzw. sind nur getrieben. Ansonsten hieß es immer, nach Wind Ausschau zu halten und das Boot irgendwie am Laufen zu halten.“ Die Crew hangelte sich von Böenfeld zu Böenfeld, blieb lange an den größeren Yachten dran.

Bis Bornholm trennten die „Illbruck“ und die „Ember Sea“ nur wenige Meilen. Auf dem Rückweg nach Warnemünde konnten die ehemaligen Ocean-Racer dann aber ihre Größe ausspielen und davon rauschen. Das reichte aber für die schnellsten Yachten nicht, um auch berechnet zu gewinnen. Diesen Sieg unter den sieben Booten nach Yardstick-Wertung holte sich die „Ember Sea“, auch wenn es zum Ende hin mit einer Flaute vor Warnemünde noch einmal eng wurde.

Der Anspannung im Rennen standen aber auch Momente des Glücks gegenüber: „Es wurde eigentlich nie richtig dunkel in der Nacht. Und der Sonnenaufgang am ersten Morgen war toll. So etwas entschädigt für die anstrengenden Moment und motiviert, immer weiter zu segeln.“

Die „Ember Sea“ ist mit diesem ersten Platz von Rund Bornholm und auch dem Sieg bei der Mecklenburgischen Bäderregatta heißer Anwärter auf den WIRO-XXL-Cup, der Kombi-Wertung aus den drei Seebahn-Regatten. Den Abschluss dazu bildet das Gedser Race, das am Samstag um 10 Uhr angeschossen wird.

In der ORC-Wertung um den Warnemünder-Woche-Cup liegt die „Maiko“-Crew von John Victorin gut im Rennen. Sie landete bei der Bäderregatta auf Platz zwei und war bei der doppelt gewerteten Langstrecke Rund Bornholm souveräne Siegerin.

Dänen und Esten auf dem WM-Podium der Zoom8

12. Juli: Der Wind ist zurück bei der Warnemünder Woche: Nach schmalem Segelprogramm in den vergangenen Tagen konnte die Regatta-Organisation um den obersten Wettfahrtleiter Peter Ramcke den acht Klassen ein pralles Programm bieten. Während die 29er mit ihrem Europa Cup, die Contender mit der Deutschen Meisterschaft und die Beneteau First 18 mit den German Open ebenso ihren ersten Segeltag hatten wie die Flying Dutchman, Korsare, Finns und OK-Jollen bei ihren Ranglistenregatten, bildete der Freitag für die Zoom8 den Abschluss ihrer WM.

In den vergangenen drei Tagen hatten die Zoom8 um eine reguläre WM-Wertung bangen müssen. Mangels Wind hatten sie von Dienstag bis Donnerstag nicht segeln können. Doch zum Abschluss ihres Auftritts bei der Warnemünder Woche wurden sie doch noch belohnt. In einer guten Brise, die beständig zunahm, gelangen weitere drei Wettfahrten. Damit war nicht nur die WM gesichert, sondern es gab auch noch die Möglichkeit für die 56 jungen Athletinnen und Athleten, ein Resultat zu streichen.

Das Streichresultat kam dem Dänen Alfred Heinemeier Madsen gerade recht. Er hatte sich am ersten Tag einen Ausrutscher geleistet, legte ansonsten eine Serie von drei Siegen und zwei vierten Plätzen hin. Damit konnte er sich schließlich feiern lassen. „Ich hatte gehofft, hier mehr Rennen segeln zu können. Leider war das nicht möglich“, so der neue Weltmeister, der die Titelehrung sowohl im Overall-Ranking als auch in der gesonderten Jungswertung entgegen nahm. „Heute war noch mal ein toller Segeltag. Ich mag den stärkeren Wind“, so Madsen, der auch noch im kommenden Jahr Zoom8 segeln will, um seinen Titel zu verteidigen und dann in die Europe-Klasse zu wechseln.

In der Gesamtwertung folgte ihm sein Landsmann Kare Thybo Kavin. Die Estin Laura Marii Taggu vervollständigte das Podium. Sie durfte sich zudem über den Sieg in der Mädchen-Wertung freuen. „Ich bin wirklich sehr glücklich. Das ist meine letzte WM im Zoom8. Der Wind heute war toll, die Wellen mochte ich allerdings nicht so“, berichtete sie und machte deutlich, dass mit der Goldmedaille ihre Träume in Erfüllung gegangen sind: „Dafür habe ich viel investiert, nachdem ich im letzten Jahr noch Fünfte war.“

Während Laura Marii Taggu feiern durfte, war ihre Landsfrau Mia Maria Lipsmae enttäuscht. Rang vier in der Gesamtwertung war nicht das, was sie sich vorgestellt hatte. Darüber konnte auch die Silbermedaille in der Mädchenwertung nicht hinwegtrösten: „Ich wollte mehr. Der stärkere Wind heute war schwierig für mich, außerdem war der Start im letzten Rennen nicht gut. Trotzdem war es ein toller Kampf.“ Für sie steht nun der Wechsel in die nächste Klasse an. Sie hat sich für den olympischen 470er entschieden. Gleich mit vier Wettfahrten starteten die 29er in ihren Europa Cup, der erstmals nach Warnemünde vergeben wurde. An die Spitze des Klassements setzten sich die Briten James Crossley/Sam Webb mit einer beeindruckenden Serie von drei Siegen und einem zweiten Platz. Das Duo ist wie viele Konkurrenten direkt von der Europameisterschaft aus Polen angereist. Bei der EM hatten die Briten als Vierte knapp das Podium verpasst und werden sich hier nun rehabilitieren wollen.

Auch die Contender schafften vier Rennen und haben damit schon sichergestellt, dass sie am Sonntag einen internationalen deutschen Meister küren können. Die Goldmedaille könnte indes außer Landes gehen. Denn nach den ersten vier Wettfahrten führt der dänische Europameister Jesper Armbrust vor dem Niederländer Pim van Vugt, der gerade erst in den Contender eingestiegen ist. Als ehemaliger 49er-Segler und Olympia-Teilnehmer von Tokio kennt er sich aber mit schnellen Trapez-Skiffs bestens aus. Auf Rang drei folgt der Bremer Eike Martens, der vor der Meisterschaft noch nicht genau wusste, wo er sich einordnen kann. Er ist mit einem Ersatzboot am Start, da sein eigenes zur Kieler Woche Schaden genommen hat. Die Erkenntnis nach Tag eins für ihn dürfte sein: Das Ersatzboot läuft.

Für vorerst klare Verhältnisse bei der German Open der Beneteau First 18 sorgten am ersten Tag Jan Wilkens/Tobias Rieger (Hohen Wieschendorf). Sie beendeten beide Rennen auf Platz eins und stehen damit naturgemäß an der Spitze.

Favoriten in der Führungsposition gibt es in den weiteren Klassen. Die Korsar-Wertung führen die Abonnement-Sieger Uti und Frank Thieme (Berlin) an, bei den Flying Dutchman stehen die aktuellen Weltmeister Kay-Uwe Lüdtke/Kai Schäfers (Berlin/Hannover) an der Spitze. In den Ein-Personen-Jollen haben sich der Wismarer Ulli Kurfeld (OK-Jolle) und der Pole Bartosz Szydlowski (Finn) in die Position der ersten Anwärter für einen Warnemünder-Woche-Sieg gebracht. Bei den Finns lauert Thomas Schmid (Hamburg) auf Platz zwei. Der 65-Jährige bringt die Erfahrung eines Weltmeistertitels von 1988 und der Olympia-Teilnahme von Seoul (1988) ins Geschehen ein

Rund Bornholm braucht mehr Zeit

10. Juli: Nach einem unfreiwilligen Ruhetag mangels Wind starteten die Ilca-Klasse gestern  an ihrem finalen Warnemünder-Woche-Tag noch einmal durch. Eine leichte Brise aus östlichen Richtungen und viel Sonne boten den Rahmen für zwei weitere Rennen.

Andreas Krabbe-Christensen hätte seinen Arbeitstag bereits nach Platz vier in der ersten Wettfahrt beenden können, da er damit vorzeitig als Sieger feststand. Doch der Däne blieb dran. Ihm fehlte in seiner Serie ein Wettfahrtsieg, und den hätte er gern noch eingefahren. „Das war eigentlich mein Ziel bei der Warnemünder Woche, leider hat es nicht mehr geklappt“, sagte Krabbe-Christensen.

Die Bedingungen zum Abschluss seien nicht einfach gewesen, so der Däne: „Es war ganz anders als in den vergangenen Tagen, schwierig mit der unterschiedlichen Strömung auf der Bahn. Zum Glück hat es bei mir mit zwei vierten Plätzen einigermaßen geklappt. In Warnemünde habe ich immer gute Ergebnisse.“ Der US-Amerikaner Daniel Escudero und der Schwede Ludvig Lindqvist folgten auf den nächsten Podiumsplätzen in der Gesamtwertung.

Einen eindrucksvollen Wiedereinstieg in den Regatta-Circuit feierte Anne-Marie Rindom im Ilca 6. Die Dänin segelte in den sechs Wettfahrten zu vier Siegen und zwei zweiten Plätzen. Damit ließ sie auch ihrer Landsfrau Anna Munch keine Chance, die zwar mit zwei Siegen in die Serie eingestiegen war, dann aber der Klasse von Rindom nicht mehr folgen konnte. Auf Rang drei folgte die Finnin Monika Mikkola, die wie Rindom ihre Wettkampfvorbereitung für die Olympischen Spiele mit der Warnemünder Woche abschloss. Sowohl die Finnin als auch die Dänin hoffen auf einen Medaillenerfolg bei den Segelwettbewerben in Marseille, zu denen Anne-Marie Rindom als Olympiasiegerin und amtierende Weltmeisterin anreist.

Keinen guten Abschlusstag erwischte die Warnemünderin Hannah Anderssohn auf ihrem Heimatrevier. „Es waren inkonstante Winddreher, die ich nicht gut erwischt habe. Trotzdem war es schön, wieder einmal zuhause zu segeln.“ Jetzt rückt der Segelsport aber wieder in den Hintergrund. „Die Prüfungsphase in meinem Maschinenbau-Studium steht an. Darauf fokussiere ich mich jetzt. Im nächsten Jahr will ich dann meinen Bachelor-Abschluss machen. Daher werde ich auch im Herbst entscheiden, ob und wie es mit der Segelkarriere weitergeht. Es fühlt sich für mich zwar nicht so an, als wäre ich damit schon fertig. Aber das sehen wir dann im Herbst.“ Mit den Plätzen 20 und 44 rutschte sie in der Gesamtwertung der Ilca 6 noch auf Platz sieben ab.

Ein bunt gemischtes Podium gab es bei den Ilca 4. Der Tscheche Jiri Tomes war schon vor dem Finale nur noch theoretisch von Platz eins zu verdrängen. Und mit einem Sieg und einem zweiten Platz ließ er an seiner Überlegenheit auch keinen Zweifel. Hinter ihm gab es aber noch ein paar Veränderungen. Der Türke Can Matias Gecer schob sich durch einen zweiten Platz in der Abschlusswettfahrt noch auf Gesamtrang zwei. Der Zyprer Anatoli Zoubovski musste ihn um einen Punkt ziehen lassen, durfte sich aber über Bronze in Warnemünde freuen.

Für die Zoom8-Seglerinnen und -Segler war es ein langer Tag auf dem Wasser. Sie segelten drei Wettfahrten für ihre WM-Wertung. Und auch hier bestimmt ein Däne das Geschehen: Kare Thybo Kavin führt deutlich vor den beiden Estinnen Laura Marii Taggu und Mia Maria Lipsmae. Kavin und Lipsmae knüpfen damit an ihre starken Resultate in dieser Saison an. Im April standen beide bereits bei der Europameisterschaft auf dem Podium. Am Mittwoch geht es für die Zoom8 um 11 Uhr mit zwei weiteren Wettfahrten weiter.

Auf der Seebahn geht es derweil nur zäh voran. Das Langstreckenrennen Rund Bornholm leidet unter der flauen Brise. Am Dienstagabend, rund 30 Stunden nach dem Start, hatte die „Illbruck“ als führende Yacht das nordöstliche Ende der dänischen Insel erreicht und damit noch die halbe Strecke der insgesamt 280 Seemeilen vor sich. Da die kleineren Yachten noch deutlich langsamer unterwegs sind, wurde die Zielzeit für das Rennen auf Freitag, 19 Uhr, verlängert. Text: Pressestelle Warnemünder Woche

Bei konstanterem Wind Flotte auf Kurs geschickt

9. Juli: Gesegelt wurde am gestrigen Montag trotz lauer Brise schließlich aber doch. Die Wettfahrtleitung der Seebahn fand einen leichten Hauch, um die Yachten zur Langstrecken-Regatta Rund Bornholm auf den Kurs zu schicken. Es wird wohl ein wirklich langes Rennen, denn eine Verkürzung der rund 280 Seemeilen langen Bahn stand nicht zur Debatte.

Die Seesegler wurden am Montag im Gegensatz zu den anderen Klassen frühzeitig auf die Ostsee beordert. Sie sollten hier auf die Chance zum Start lauern. Und das gelang schließlich auch – trotz einer Verspätung von rund einer Stunde. „Erst einmal hatten auch wir keinen Wind bzw. nur eine laue Brise aus verschiedenen Richtungen. Wir haben ständig die Entwicklung beobachtet und auf konstanteren Wind gewartet. Als der sich dann aus Nord bis Nordwest durchsetzte, haben wir die Flotte auf den Kurs geschickt“, berichtete Wettfahrtleiterin Laura Kühlewind. Es war zwar kein rasanter Start, aber Kühlewind konnte feststellen: „Sie segeln!“

Den Startschuss für die insgesamt 26 Crews in zwei Gruppen hatte DSV-Präsidentin Mona Küppers gegeben, und schon nach wenigen Meilen zog sich die Flotte weit auseinander und segelte wie an der langgestreckten Perlenschnur die Küste am Darß entlang nach Nordosten. An die Spitze hatte sich erwartungsgemäß das ehemalige Siegerboot im Volvo Ocean Race, die „Illbruck“ um Skipper Oliver Schmidt-Rybandt, gesetzt.

In den anderen Klassen wurde das Warten auf den Wind dagegen nicht belohnt. Stunde um Stunde hoffte die Regattaleitung um den obersten Wettfahrtleiter Peter Ramcke darauf, dass sich die erhoffte Brise einstellen würde. Am Nachmittag sollten die Akteure der 505er, der drei Ilca-Klassen und der Zoom8 aber nicht länger auf die Warte-Folter gespannt werden. Mit der Entscheidung zum Abbruch war aber auch gleich der Blick auf den nächsten Tag gerichtet. „Das sieht besser aus. Wir sollten einen segelbaren Wind haben“, hob Ramcke optimistisch den Daumen für das weitere Regattageschehen.

Die 505er durften indes schon zur Siegerehrung schreiten. Sie hätten am Montag noch zwei Rennen segeln sollen. Doch daraus wurde nichts mehr. So riefen die Organisatoren am frühen Nachmittag zur Siegerehrung in den Lokschuppen. Das Zwischenresultat vom Sonntag war damit auch das Endresultat. Die Franzosen Philippe Boite/Marin Carnot freuten sich über ihren starken Auftritt von Warnemünde. In den heftigen Böen des ersten Tages und in den Champagner-Bedingungen vom Sonntag hatten sie mit vier Siegen und einem zweiten Platz in den fünf Rennen eindrucksvoll ihre Stärke unter Beweis gestellt. „Wir sind sehr glücklich. Es waren tolle Tage hier in Warnemünde und wir hoffen, dass wir bald mal wieder mit einer Weltmeisterschaft hierher kommen können“, sagte Philippe Boite.

Tim und Finn Böger, die in der letzten Wettfahrt den Franzosen zumindest einen Sieg in der Serie entreißen konnten, freuten sich insgesamt über Silber. Die Rostocker Lutz Stengel/Frank Feller waren auf ihrem Heimatrevier auch mit Bronze zufrieden. „Eigentlich hatten wir gehofft, dass nicht ganz so viel Wind ist. Was uns nicht wirklich liegt. Dafür haben wir uns ganz gut geschlagen“, sagte Steuermann Stengel, und sein Vorschoter ergänzte: „Samstag war es sehr ruppig – fast nicht segelbar. Zwischendurch mussten wir auf dem Vormwindgang auch mal den Spi runternehmen. Wir waren froh, dass wir nicht umgekippt sind während der Wettfahrt. Aber hinterher hat es uns dann doch erwischt. Gestern waren dann aber Traumbedingungen. Wir sind schön ins Rutschen gekommen auf dem Wasser. Ein Traum für jeden Segler.“

Während viele Crews der 505er nun mit der WM in Schweden planen, setzen Stengel/Feller ihren nächsten Saisonhöhepunkt im Herbst zur Deutschen Meisterschaft auf dem Chiemsee – dann bei wahrscheinlich weniger Wind. Text_ Pressestelle Warnemünder Woche

Kus Olympia liegt an für Däninnen

8. Juli: Am zweiten Tag steht fest: Kurs Olympia liegt an für das dänische Frauen-Team im Ilca6: Nachdem Anne-Marie Rindom zuletzt wegen einer Armverletzung pausiert hatte und daher auch die Kieler Woche sausen ließ, segelt sie nun wieder weitgehend schmerzfrei. Die 33-Jährige dominierte das Geschehen in ihrer Gruppe, gewann beide Wettfahrten. In der Parallelgruppe landete Kollegin Anna Munch zweimal auf Rang zwei und lauert nun auch in der Gesamtwertung auf der ersten Verfolgerposition – mit lediglich einem Zähler Rückstand. „Es fühlt sich wieder gut an. Die Warnemünder Woche ist der letzte Regattatest vor den Olympischen Spielen. Am Mittwoch geht es kurz für einen Tag nach Hause und dann reisen wir schon weiter nach Marseille.“

Etwas an Boden verloren hat Hannah Anderssohn auf ihrem Heimatrevier. Mit den Rängen sechs und drei bleibt sie als Gesamtvierte aber an der Spitze dran. Auf den aktuellen Bronzerang hat sich der Kieler Internatsschüler Morten Ben Borchardt mit einem ersten und einem fünften Platz geschoben. „Stärkerer Wind ist für mich generell gut, die Welle ist dann nicht so entscheidend, auch wenn sie heute etwas härter war als gestern. Ich freue mich über den dritten Platz. Den zu verteidigen, wäre super. Aber ich mache mir da nicht zu viel Stress.“

In seinem Heckwasser hat Morten Ben Borchardt neben Hannah Anderssohn weitere starke Athletinnen. Die Finnin Monika Mikkola, vor einer Woche Kieler-Woche-Siegerin, gehört dazu. Die Olympia-Teilnehmerin ist momentan Sechste. Eine weitere Starterin für Marseille muss sich an die ruppigen europäischen Bedingungen noch gewöhnen. Vaimo ‘Oi’A Ripley vom pazifischen Inselstaat Samoa ist auf Platz 65 abgerutscht. Sie hat für die Olympischen Spiele eine Wildcard bekommen, bereitet sich in Norddeutschland vor. Nach der Kieler Woche hat sie in Hamburg trainiert und ist dann nach Warnemünde weitergereist.

Der Führende der Ilca7-Klasse hält an seinem Kurs der beständigen Top-Platzierungen fest. Der Däne Andreas Krabbe-Christensen ist in den bisherigen vier Wettfahrten zwar noch ohne Tagessieg, da die Konkurrenz aber mit schwankenden Ergebnissen kämpft, baute er seinen Vorsprung mit zwei weiteren zweiten Plätzen noch aus. Den stärksten Tag erwischte der Schwede Ludvig Lindqvist mit zwei Tagessiegen. Er lauert aber noch auf Gesamtrang drei, hinter dem US-Amerikaner Daniel Escudero.

Im Ilca4, der Nachwuchsklasse der olympischen Disziplinen, bleibt der Tscheche Jiri Tomes das Maß der Dinge. Seine Bilanz bisher: vier Starts, vier Siege! Auch dahinter änderte sich nichts am zweiten Tag. Der Zyprer Anatoli Zoubovski bleibt Zweiter vor Beáta Dokoupilová (Tschechien).

Im 505er kassierten die Franzosen Philippe Boite/Marin Carnot ihren „Ausrutscher“. Nach vier Siegen in Folge mussten sie sich in der fünften Wettfahrt mit einem zweiten Platz begnügen. Doch an ihrem Gesamtsieg dürfte am finalen Montag für die Fiven kaum zu rütteln sein. „Es sind super Bedingungen. Wir sind solche Winde von unserem Heimatrevier in La Rochelle gewohnt. Allerdings ist da die Welle nicht so heftig“, berichtete Vorschoter Carnot. Er ist mit seinem Steuermann zum dritten Mal in Warnemünde und freut sich über das starke Feld. „Das ist eine gute Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im August in Schweden.“

Das Duo segelte im vergangenen Jahr auf WM-Platz fünf. Doch gerade Steuermann Boite hat mehr im Sinn. Er war bereits vier Mal Weltmeister in der ehemals olympischen Tempest-Klasse – darunter 2007, als die WM vor Warnemünde gesegelt wurde.

Auf Rang zwei der 505er haben sich durch den Tagessieg in der fünften Wettfahrt Tim und Finn Böger (Hamburg) geschoben. Sie verdrängen damit vorerst Lutz Stengel/Frank Feller (Rostock) auf den dritten Platz. Bericht: Pressestelle Warnemünder Woche

Start bei böigem Wind 

7. Juli: Was für ein Auftakt gestern zur 86. Warnemünder Woche. Für die Seesegler war es ein kurzes, aber tolles Erlebnis. Mit halbem Wind aus südlichen Richtungen rauschten elf Yachten vom Start zur Mecklenburger Bäderregatta in Richtung Osten. Und nach nur 2:12,38 Stunden hatte die schnellste Mannschaft, die Crew von der „Ember Sea“ von Matthias Mier (Warnemünde), den rund 22 Seemeilen langen Kurs absolviert und lief vor der Mittelmole durchs Ziel. Schnell unterwegs waren auch die Ilca-Klassen und die 505er bei ihren zwei Wettfahrten.

Eine etwas reduzierte Yacht-Flotte machte sich am Sonnabendmorgen auf den Kurs in Richtung Kühlungsborn. Ausgerechnet der 75 Fuß lange Maxi „Calypso“ musste mit technischen Problemen die Segel streichen. Den Rest konnte Wettfahrtleiterin Laura Kühlewind ohne Probleme losschicken: „Es war ein entspannter Auftakt der Seeregatten. Wir sind bei 15 bis 17 Knoten Wind gestartet, später wurde es etwas mehr. Aber es gab keine Schwierigkeiten“, so Kühlewind.

Das vermeldete auch der Skipper der „Maiko“, John Victorin (Warnemünde), die nach der „Ember Sea“ ins Ziel kam und nach berechneter Zeit auf Rang zwei der ORC-Wertung kam. „Es waren gute Bedingungen trotz einiger kräftiger Böen. Der Wind schwankte zwischen 15 und 30 Knoten. Daher waren wir auf dem Rückweg etwas vorsichtig, haben den Spinnaker nur kurz gezogen. Wir wollten nichts für die Langstrecke Rund Bornholm riskieren“, berichtete Victorin.

Während er sich in der ORC-Wertung nach berechneter Zeit auf Platz zwei hinter der „Warnow old Stars“ von Matthias Curschmann (Warnemünde) einreihte, stand in der Yardstick-Wertung mit der „Ember Sea“ die schnellste Yacht auch nach berechneter Zeit auf Platz eins.

Mit einem breiten Grinsen kam Andreas Krabbe-Christensen vom Wasser. Er segelte bei den Ilca7 mit einem zweiten und einem dritten Platz in den einzelnen Wettfahrten auf Platz eins der Gesamtwertung. „Vor dem Wind war es heute absoluter Spaß“, berichtete der Däne. „Aber es war auch super anstrengend. Man musste intensiv ausreiten und die anderen müde segeln. Der Wind war drehend und böig. Da hieß es, Fehler zu vermeiden.“ Krabbe-Christensen plant für die Zukunft, weiter in die Weltspitze vorzustoßen: „Wir haben einen starken Kader in Dänemark, entwickeln uns immer weiter. Mein Ziel ist es für 2026 zum WM-Kader zu gehören.“ Hinter Krabbe-Christensen reihen sich sein Landsmann Thomes Jörgensen und der Australier Michael Compton ein.

n der Ilca6 misst sich in diesen Tagen die absolute Weltspitze der Frauen miteinander. Es ist für viele der letzte Test vor den Olympischen Spielen. Anne-Marie Rindom ist glücklich, in Warnemünde wieder ihre Form auf die Probe stellen zu können. Die Olympiasiegerin von 2021 und amtierende Weltmeisterin musste zuletzt die Kieler Woche sausen lassen. „Mein Arm war überlastet, eine Art Tennisarm. Aber es geht aufwärts. Heute war es anstrengend, aber es lief ganz gut. Und es war warm, wirklich tolles Segeln.“

Für die Wettfahrtleitung hatte die 33-Jährige ein dickes Lob übrig: „Die haben einen guten Job gemacht, hatten uns wieder im Hafen, bevor der Wind zu heftig wurde.“ Nach zwei Wettfahrten mit einem zweiten Platz und einem Sieg steht Rindom vorerst auf Platz drei. Für die dänische Olympia-Starterin von Marseille ist die Warnemünder Woche auch ein guter interner Vergleich. Denn mit Anna Munch kommt die derzeit Führende ebenfalls aus Dänemark.

Eine grandiose Rückkehr ins Regatta-Geschehen feierte Hannah Anderssohn. Die Rostockerin hatte sich die letzten drei Monate auf die Uni konzentriert. „Ich war in dieser Phase nicht besonders aktiv, komme praktisch aus dem Kalten. Aber es hat sich gut angefühlt.“ Und es sah auch gut aus. Mit einem Sieg eröffnete sie die Warnemünder Woche, ließ einen dritten Platz folgen und steht damit auf Platz drei. Dennoch sagt sie: „Meinen Warnemünder-Woche-Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen, wird schwierig bei den starken Frauen hier. Aber ich genieße den Heimwettkampf und möchte Warnemünde einfach etwas zurückgeben.“

Bei den Nachwuchsseglern im Ilca4 gibt es ein international sehr gemischtes Feld in den Top-Positionen. Sechs Nationen rangieren in den Top-Ten. Es führt der Tscheche Jiri Tomes vor dem Zyprer Anatoli Zoubovski und der Tschechin Beáta Dokoupilova.

Bei den 505ern geriet der Tag im böigen Wind zu einem Ausscheidungsrennen. Etliche Crews der schnellen Fiven gingen gar nicht erst auf das Wasser, einige kehrten noch vor dem ersten Start wieder um. So blieben schließlich nur 24 Duos im Rennen. Top positioniert sind die Franzosen Philippe Boite/Marin Carnot, die in beiden Wettfahrten jeweils die Lokalmatadoren Lutz Stengel/Frank Feller hinter sich ließen. Auf Rang drei mit zwei dritten Plätzen liegen Stefan Böhm/Gerald Roos (Ville). Bericht: Pressestelle Warnemünder Woche

180 Optis segeln vor Warnemünde

8. Juni: 180 Segler zwischen zehn und 14 Jahren haben sich für den 15. Intercup Ihrer Klasse für den 15. und 16. Juni angemeldet hier in Warnemünde. Die Mädchen und Jungen kommen aus ganz Deutschland. Drei Boote sind vom Warnemünder Segelclub mit am Start.

25 ehrenamtliche Sportler und Enthusiasten für den Segelsport werden vor allem auf der Regattastrecke für einen reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs sorgen. Uwe Ochmann, Organisationschef innerhalb der Regattaleitung ist gar nicht so sehr überrascht über die hohe Anzahl der Teilnehmer: “Nach acht Stunden war das Meldeportal für die Regatta schon geschlossen. Alle wollen dabei sein. Das Warnemünder Revier ist einfach toll!“ mkad 

50. Traditionsturnier der Ringer des SV Warnemünde 1949 e.V.

22. Mai: Am kommenden Sonnabend, 25. Mai, wird es in der Sporthalle Warnemünde in der Parkstraße 45 hoch hergehen. Um 10 Uhr beginnt das 50. Traditionsturnier der Ringer des SV Warnemünde 1949 e.V., ein Event, das sowohl für Sportler als auch für Zuschauer ein Highlight des Jahres darstellt.

Das Jubiläumsturnier verspricht einige spannende und hochkarätige Begegnungen, da sich zahlreiche Teilnehmer aus der Bundesliga angekündigt haben. Die Organisatoren erwarten ein großes Spektakel und sie hoffen auf viele begeisterte Zuschauer, die die Athleten anfeuern und unterstützen.

Dieses besondere Turnier ist ein herausragender Bestandteil der langen und erfolgreichen Geschichte unserer Ringerabteilung, welche gemeinsam mit dem Verein dieses Jahr das 75. Gründungsjubiläum feiert. Ein Besuch lohnt sich also doppelt – für die Spannung des Wettkampfs und dieses bedeutende Jubiläum. Lena Pillat

 

So wird Beach-Ultimate-Frisbee gespielt

Anders als beim Ultimate Frisbee, das auf einem längs halbierten Fußballfeld gespielt wird, ist das Feld der Strand-Variante kleiner. Zwei Mixed-Teams – der Anteil der Spielenden besteht zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen – treten gegeneinander an und versuchen die Scheibe in die gegnerische Endzone zu bringen. Die Scheibe darf nur per Zuspiel bewegt werden. Fällt die Scheibe zu Boden oder ein Mitglied des Gegnerteams fängt diese, ist die gegnerische Mannschaft in Scheibenbesitz. Es gibt keinen Schiedsrichter, Regelverletzungen werden durch die Spieler selbst angezeigt und geahndet. Dies erfordert ein großes Maß an Fairness. Bei der Strand-Variante sorgen der Wind und der lockere Untergrund zudem für zusätzliche Herausforderungen. Weitere Infos und Kontakt zum Verein: www.endzonis.de

Die 86. Warnemünder Woche wirft ihre Schatten voraus

22.April: Die 86.Warnemünder Woche vom 6. bis 14. Juli wirft schon heute ihre Schatten voraus. Nicht nur, dass wieder viele Segler des Warnemünder Segelclubs dieses Datum fest in ihrem Kalender markiert haben, um helfend – wie immer – in die Organisation einzugreifen, sondern viele Sportler freuen sich auch schon auf das Kräftemessen in einem der besten Segelreviere Deutschlands.

Die Warnemünder Woche ist auch das internationale Sprungbrett für den ambitionierten Olympia-Nachwuchs. Schon traditionell küren die Ilca-Klassen vor Warnemünde die Champions des Europa-Cups – junge Sportlerinnen und Sportler, die später bei den Olympischen Spielen in den Ein-Personen-Jollen zu sehen sind. Nun werten sie auch ihre Regatta zur Warnemünder Woche zu einem Euro-Cup auf und gliedern sie damit ein in die Top-Regatta-Serie in Europa.

Im 29er reifen die Seglerinnen und Segler heran, die später in die schnellen Olympiaklassen 49er, 49erFX und Nacra17 wechseln. Zur 86. Warnemünder Woche wird daher ein international starkes Feld in dem Nachwuchs-Skiff erwartet.

Robert Hallmann, der Vorsitzende der 29er deutschen Klassenvereinigung sagt u.a: „Wir bekommen von der Warnemünder Woche eine tolle Unterstützung, sehen auch, wie sich in Warnemünde eine neue Infrastruktur entwickelt.“ Die guten Segel-Bedingungen an der mecklenburgischen Küste sind zudem unbestritten: „ Für die jungen Seglerinnen und Segler ist es bei entsprechendem Wellengang sicher eine Herausforderung.“

In diesem Jahr werden etwa 40 Crews erwartet. Bereits jetzt stehen fünf Nationen in der 29er Liste.

 

Regattatermine 2024

 

Juni 15./16.6.2024 Nordwasserpokal 2024
  15./16.6.2024 WIRO Intercup
  21./22.6.2024 Midsummer Cup
     
Juli 6.-14.7.2024 Warnemünder Woche
  20./21.07.2024 Baltic Skiff Cup 
     
August 30.8. - 27.09.2024  Freitagsregatta
  14.8-25.9.2024 Mittwochsregatta
  08.-11.8.2024 33. Hanse Sail
  10.8.2024 31. Ostseepokal
  31.8.2024 Spätsommer-Cup
     
September 7.9.2024 Blaues Band der Warnow (Langstrecke)
  07./08.9.2024 Warnemünde Cup
  14./15.9.2024 Sandemancup
  14./15.9.2024 Blaues Band der Warnow (Jugendklassen)
  28./29.09.2024 Ecolea Cup
     
Oktober 02.10-06.10.24 420er IDJM/ IDM
  3.10.2024 Senatorenregatta
  5.10.2024 Gemeinsames Absegeln
     
November 16.11.2024 Yeti-Cup

 

Faszination Skateboarding

12. Oktober: Seit 21 Jahren bin ich Skateboard-begeistert und die Faszination hat bis heute nicht nachgelassen, sondern wurde viel mehr verstärkt. Im Jahr 2021 habe ich nach der Ausbildung als Konstruktionsmechaniker meine Trainerscheine bestanden und habe daraufhin den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Nun gebe ich Skateboarding- und Parkour-Unterricht in Kooperation mit dem Bewegungsheld Verein in Rostock, in den Rostocker Schulen und vielen Jugend/Freizeitzentren in MV.

Die Liebe zu Warnemünde erlaubt es mir im Sommer Kurse am heimischen Warnemünder Strand zu geben. Und zwar im Skimboarden. Man kann es sich vorstellen wie ein Skateboard ohne Achsen auf flachem Wasser. Man wirft das Board flach übers Wasser, rennt hinterher, springt rauf und gleitet mit dem Board den Strand entlang. Oft sind Kinder, aber auch ganze Familien an dem Angebot interessiert und lassen sich von der Liebe zu dem Board begeistern. Was gibt es Schöneres?

In den vergangenen Jahren habe ich nach über 15 Jahren Skateboarding viele Wettbewerbe in Deutschland gewonnen. Dieses Jahr habe ich die "Eurofreestyle" Skateboarding Championships 2023 in Brandenburg gewonnen und bin damit Europameister im Freestyleskateboarding geworden. Wir waren 120 Teilnehmer aus 25 Ländern.

Vergangenes Wochenende, vom 6. bis 8.Oktober, war die Europameisterschaft im Longboard-Tanzen und Freestylen. Dort konnte ich den zweiten Platz belegen und bin somit Vize-Europameister in der Kategorie geworden.

Nebenbei habe ich Auftritte u. a. an Schulen, Stadtteilfesten oder Veranstaltungen und halte Vorträge über Skateboarding, die Geschichte und welche Arten von Brettsport es gibt und wie man sie vollführt.

So kann jedes Alter den perfekten Einstieg in den Skateboarding Sport finden.

Der wichtigste Schritt, ist immer der erste. Bei Interesse könnt ihr mich gern erreichen unter <timboardingg@gmail.com>  oder man findet mich bei Instagram unter Timboarding. Timbo

 

 

 

 

 

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